Blickwechsel: Heinrich Danioth – Maria Zgraggen

Heinrich-Danioth_Margritli-1948

BLICKWECHSEL

HEINRICH DANIOTH – MARIA ZGRAGGEN

Sommerausstellung

6. Juni bis 30. August 2009

Die unerwartete Konfrontation der Werke von Heinrich Danioth (1896-1953) und Maria ­Zgraggen (1957) scheint gewagt: Was die beiden Kunstschaffenden verbindet, ist immerhin der Umstand, dass beide in Uri geboren und von diesem Mentalitätsraum nachhaltig geprägt wurden. Sie schlugen aber völlig unterschiedliche Laufbahnen ein und verfolgten verschiedenartige künstlerische Intentionen. Zudem liegen Generationen zwischen den beiden: Als Maria Zgraggen geboren wurde, war ­Heinrich Danioth bereits seit vier Jahren tot. Trotzdem: Wir riskieren diesen vehementen und kühnen Blickwechsel, und zwar auf Grund verschiedener Motivationen. Der Blick aufs eine schärft jenen für das andere, die schauende Erkenntnis kann durch den Dialog nur gewinnen oder: Ein Zwiegespräch ist meistens ertragreicher als ein Selbstgespräch.
Die künstlerischen, mentalen und gesellschaftlichen Szenerien, vor denen die beiden Kunst­­schaf­fenden agieren, liegen sehr weit auseinander. Danioth arbeitete während der schwierigen ­Zwischenkriegszeit, und sein Schaffen löste eine bis heute andauernde, höchst diskrepante ­Rezeption aus. Maria Zgraggen agiert Jahrzehnte später im Kontext internationaler Gegenwartskunst und in der Auseinandersetzung mit völlig veränderten Prämissen.
In dieser Ausstellung bewahren zwar beide Œuvres ihre unbedingte Authentizität und Eigenständigkeit. Weder auf diese noch auf jene Seite gibt es die leisesten Anbiederungen. Doch das manchen Vertraute der älteren Kunst mag die Augen öffnen für eine eigenwillige Position der zeitgenössischen Kunst, und umgekehrt befreit die heutige Sichtweise den retrospektiven Blick auf längst Geschaffenes. Die Ausstellung animiert zu überraschenden Blickwechseln – zumal Maria Zgraggen den ­Gemälden, Aquarellen und Holzschnitten von Heinrich Danioth nicht nur ihre Malereien und Zeichnungen gegenüberstellt, sondern ganze Wandflächen und Räume installativ bespielt. Durch die ­Gegenüberstellung der beiden Werkkomplexe entsteht ein hinreissendes, energiegeladenes ­Wechselspiel.

Dank der mäzenatischen Grosszügigkeit von Dr. Max Dätwyler erfährt das Werk von Heinrich Danioth im neu erbauten Danioth-Pavillon eine dauerhafte Würdigung.

Diese Ausstellung wurde kuratiert von Dr. Beat Stutzer, Direktor Bündner Kunstmuseum Chur, und Barbara Zürcher, Direktorin HfK Uri.

Zur Ausstellung erscheinen zwei Publikationen und eine Tonbildschau.

Kunstschaffende der Ausstellung:
Heinrich Danioth
Maria Zgraggen

art-tv: Das Kulturfernsehen im Netz
Filmbeitrag

M. Zgraggen, «Das 1 x 1 der Schichten», 2009, Mixed Media
Ausstellungsansicht Haus für Kunst Uri - Blickwechsel: Heinrich Danioth - Maria Zgraggen 2009; Maria Zgraggen, «Das 1 x 1 der Schichten» 2009, Mixed Media; Foto: F.X. Brun

Mythos Kindheit

Andrea Muheim, «Miro und Tizia», Öl auf Leinwand, 120 x 160 cm, 2005
Andrea Muheim, «Miro und Tizia», Öl auf Leinwand, 120 x 160 cm, 2005
Ausstellungsansicht Haus für Kunst Uri - Mythos Kindheit; Andrea Muheim, «Miro und Tizia» 2005, Öl auf Leinwand, 120 x 160 cm

MYTHOS KINDHEIT

Frühlingsausstellung

7. März bis 10. Mai 2009

Am Anfang sind alle Kind.

Dieser Lebensabschnitt, der dem Erwachsenen später nur noch in wenigen Erinnerungen zugänglich ist, wird im Rückblick zum rätselhaften Ort seines Schicksals, zum Mythos.

Wenn wir über die Kindheit nachdenken, tun sich viele Rätsel auf: Wie fühlt sich Kindheit an, wie entdeckt das Kind die Welt, wie macht es sich diese zu eigen? Die Sicht des Kindes auf die Welt ist für den Erwachsenen prinzipiell unzugänglich, aber wahrscheinlich gerade deshalb so faszinierend.

Kindheit ist kein fest definierter Begriff. Gebräuchlicherweise bezeichnet er in der westlichen Welt den Lebensabschnitt der menschlichen Entwicklung zwischen dem Kleinkindalter (ab dem 2. Lebensjahr) und der Pubertät (ca. ab dem 12. Lebensjahr).

In dieser Zeit ist das Kind von einer einzigartigen Lernfähigkeit. Trotz seiner Abhängigkeit vom Erwachsenen lernt es selbständig Bewegungsabläufe zu koordinieren, reelle Bedürfnisse und abstrakte Ideen zu formulieren und sich in die Gesellschaft, die es umgibt, einzufügen. Kindheit wird vorwiegend durch soziale und kulturelle Faktoren bestimmt und von jedem Menschen individuell erlebt und erinnert.

Dies ist mit ein Grund, warum sich unter dem Begriff Kindheit vielfältige, zum Teil gegensätzliche Assoziationen versammeln, wie zum Beispiel: Unschuld, Reinheit und Paradies, aber auch Angst, Hilflosigkeit und Versagen.

Das Motiv des Kindes und der Kindheit als mythischer und utopischer Ort dient in der Kunst als Feld der Selbstvergewisserung. Die Ausstellung „Mythos Kindheit“ versucht weder den Begriff Kindheit unter historischen Gesichtspunkten zu untersuchen noch sozialkritische Fragen aufzugreifen, sondern beschäftigt sich mit der Art und Weise, in der zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler das Thema Kindheit aufgreifen, reflektieren und veranschaulichen.

In der Ausstellung befassen sich internationale KünstlerInnen in unterschiedlichen Medien wie Malerei, Installation, Plastik, Video und Fotografie mit Kindheitserinnerungen, der Entdeckung des Ichs, der Aneignung der Welt, aber auch mit der Schöpfung von neuen, eigenen Welten. Jedes der präsentierten Werke vermittelt dank seiner eigenen Ausdrucksform einen persönlichen, künstlerisch-kritischen Beitrag zum Thema.

Kuratiert von Andrea Holzherr, Magnum Photos, Paris, und Barbara Zürcher, Direktorin HAUS FÜR KUNST URI.

Kunstschaffende der Ausstellung: Sergey Bratkov, Elina Brotherus & Hanna Brotherus & Lauri Astala, Maïder Fortuné, Cao Guimarães, Sunil Gupta, Charlotte Gyllenhammar, Michael Kalmbach, Fabrice Langlade, Andrea Muheim, Peter Neuchs, Iris Sara Schiller, Yves Tremorin, Hans Witschi

Hörstation
Ich gsee eppis, wo dü nid gseesch …

Anschliessend wird diese Ausstellung vom 30. Mai bis 26. Juli 2009 in der KUNSTHALLE CCA in Andratx, Mallorca (ESP) gezeigt.

Charlotte Gyllenhammar, «The Spectators», Installation, 2003, in der Ausstellung Mythos Kindheit
Ausstellungsansicht Haus für Kunst Uri - Mythos Kindheit 2009; Charlotte Gyllenhammar, «The Spectators» 2003, Installation
Hans Witschi, «FLASHBACK» in der Ausstellung Mythos Kindheit
Ausstellungsansicht Haus für Kunst Uri - Mythos Kindheit 2009; Hans Witschi, «FLASHBACK» 2009

Werk- und Förderungsausstellung 2008

Werk_und_Foerderungsausstellung_2008_NathalieBissig
Werk_und_Foerderungsausstellung_2008_NathalieBissig
Plakat und Flyer Jahresausstellung, Nathalie Bissig

Kunst- und Kulturstifung Heinrich Danioth
Jahresausstellung für Urner Künstlerinnen und Künstler

11. bis 28. Dezember 2008

Seit mehr als 25 Jahren Kulturförderung Uri

Preisübergabe
Samstag, 13. Dezember 2008, 17 Uhr

Begrüssung
Marianne Kuster-Tresch, Präsidentin Danioth-Stiftung

Laudatio
Übergabe der Werk- und Förderungspreise 2008 durch Urs Bugmann, Kulturredaktor NLZ

Grussbotschaft
Regierungsrat Josef Arnold, Bildungs- und Kulturdirektor

Musikalische Umrahmung
Nico Hirzel, Musiker Altdorf

Apéro
offeriert vom Regierungsrat des Kantons Uri

Alle Kunst- und Kulturfreunde sind herzlich zur Feier eingeladen.

Max Grüter

MaxGrueter_Achtung-figurativ
MaxGrueter_Achtung-figurativ
Ausstellungsansicht Haus für Kunst - Max Grüter Achtung figurativ! 2008; Max Grüter, diverse Arbeiten; Foto: F.X. Brun

MAX GRÜTER

ACHTUNG FIGURATIV!

Herbstausstellung

13. September bis 23. November 2008

Der in Zürich arbeitende MAX GRÜTER (*1955) präsentiert im HAUS FÜR KUNST URI seine erste Einzelausstellung in einer Schweizer Institution. Zur formalen Realisierung seiner Arbeiten greift er auf klassische Medien wie Zeichnung, Malerei, Skulptur und Installation zurück. Was die Umsetzung seiner Anliegen anbelangt, so hat der Computer in seinem Fundus künstlerischer Ausdrucksmittel in den letzten Jahren eine klare Dominanz angenommen.
Er ist der erste «virtualistische» Raumfahrer.

Zur Ausstellung erscheint die Publikation
MAX GRÜTER
HOUSTON, I AM A PROBLEM!

Publikation

Max Grüter, Bilder und Text
Max Grüter, Bilder und Bio

www.grueter.com

SFDRS Kulturplatz
TeleTell

Parallel im Digitalen Dachstock

Der Studiengang Kunst & Vermittlung der Hochschule Luzern – Design & Kunst präsentiert medienkünstlerische Arbeiten von

Liebreiz und Anmut
Rebecca und Ruth Stofer
Tochtergesellschaft Dubler & Schaffner

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Ausstellungsansicht Haus für Kunst - Max Grüter Achtung figurativ! 2008; Max Grüter, Schleudersitz 2008; Foto: F.X. Brun
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Ausstellungsansicht Haus für Kunst - Max Grüter Achtung figurativ! 2008; Max Grüter, Kreuz 2008; Foto: F.X. Brun
Max Grüter im Atelier beim Bau der Aussenplastik «Bubentraum», Juni 2008. Foto: Gaspare Honegger
Max Grüter im Atelier beim Bau der Aussenplastik «Bubentraum», Juni 2008. Foto: Gaspare Honegger
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Ausstellungsansicht Haus für Kunst Uri - Max Grüter - Achtung Figurativ! 2008; Rebecca und Ruth Stofer, Rude n racy3

replay. Der Ball in der Kunst

Ingeborg Lüscher, «The play ist everywhere», 2004 – 2006, 5-Kanal-Video-Installation, 10 Min. Loop
Ingeborg Lüscher, «The play ist everywhere», 2004 – 2006, 5-Kanal-Video-Installation, 10 Min. Loop
Ausstellungsansicht Haus für Kunst Uri - Replay. Der Ball in der Kunst 2008; Ingeborg Lüscher, «The play ist everywhere»,2004 – 2006, 5-Kanal-Video-Installation, 10 Min. Loop

REPLAY

Der Ball in der Kunst

Sommerausstellung

6. Juni bis 17. August 2008

Dass die Liebe zum Fussball eine universell besondere, mit nichts zu vergleichende ist und dass man mit Fussball über Sieg und Niederlage, Grösse und Gemeinheit anders nachdenkt als ohne Fussball, thematisiert die Gruppenausstellung «replay. Der Ball in der Kunst». Fussball ist grosse Oper der Gefühle, eine Bühne, auf der sich zwischen Angriff und Abwehr, Sieg und Untergang, Zufall und Kalkül, Coolness und Leidenschaft, Geniestreich und Dilettantismus, Teamwork und Alleingang während neunzig Minuten die Dramen abspielen. Die Ausstellung «replay. Der Ball in der Kunst» setzt sich über das populäre Spektakel hinaus mit dem emotionalisierten und kommerzialisierten Phänomen Fussball auseinander.
Kokuratoren Yvonne Höfliger und Tiberio Cardu

Kunstschaffende der Ausstellung: Monika Annen & Katarzyna Jackowska, Caroline Bachmann & Stefan Banz, Jeremias Bucher, Daniele Buetti, Robert Davies, Gabriela Gerber & Lukas Bardill, Mathias Braschler & Monika Fischer, Dieter Hall, Jamie Holman, Ingeborg Lüscher, This Lüscher, Barbarella Maier, Anne Morgenstern, Paul M Smith, Jules Spinatsch, Maria Zgraggen, Alex Zwalen

Jeremias Bucher, «Fussball», 2007, Lederfussball umgestülpt, ca. 22 x 22 x 40 cm
Ausstellungsansicht Haus für Kunst Uri - Replay. Der Ball in der Kunst 2008; Jeremias Bucher, «Fussball» 2007, Lederfussball umgestülpt, ca. 22 x 22 x 40 cm
Barbarella Maier, «KICK», 2008, aus einer Serie von gegen 20 EASY – ART Objekten «FUSSBALLSCHUHE» (Laserprints auf Papier und Füllmaterial/ Stopfwatte), ca. 30 cm x 30 cm x 5 cm
Ausstellungsansicht Haus für Kunst Uri - Replay. Der Ball in der Kunst 2008; Barbarella Maier, «KICK» 2008, aus einer Serie von gegen 20 EASY – ART Objekten «FUSSBALLSCHUHE» (Laserprints auf Papier und Füllmaterial/ Stopfwatte), ca. 30 cm x 30 cm x 5 cm
Alex Zwalen, aus der Serie «Steve und sini Fründe lueged de Match», 2005, Tafelbild, Oel/Dispersion auf Holz, ca. 40 x 40 cm
Ausstellungsansicht Haus für Kunst Uri - Replay. Der Ball in der Kunst 2008; Alex Zwalen, aus der Serie «Steve und sini Fründe lueged de Match» 2005, Tafelbild, Oel/Dispersion auf Holz, ca. 40 x 40 cm

Guy Tillim und Verborgene Welten mit Vanessa Püntener und Olga Titus

Guy Tillim, aus der Serie «Petros Village, Malawi», 2006; courtesy Galerie Michael Stevenson Fine Art Capetown
Guy Tillim, aus der Serie «Petros Village, Malawi», 2006; courtesy Galerie Michael Stevenson Fine Art Capetown
Guy Tillim, aus der Serie «Petros Village, Malawi», 2006; courtesy Galerie Michael Stevenson Fine Art Capetown

GUY TILLIM UND VERBORGENE WELTEN MIT VANESSA PÜNTENER UND OLGA TITUS

Frühlingsausstellung

15. März bis 18. Mai 2008

Guy Tillim (RSA, *1962) präsentiert im HAUS FüR KUNST URI seine erste Ausstellung in einer Institution in der Schweiz. Guy Tillim war an der Documenta XII in Kassel mit einer Auswahl aus «Congo Democratic» vertreten. Die Serien des südafrikanischen Fotografen zeigen Porträts von Menschen aus dem Congo, Malawi und Angola, die den Wirren von Bürgerkriegen ausgesetzt sind.

Diese Arbeit wird der Serie «Alp» von Vanessa Püntener (CH, *1973) gegenüber gestellt. Es sind Porträts einer verborgenen Welt, welche sie auf Urner Alpen in den Jahren 2005 und 2006 realisiert hat.

Olga Titus (Schweiz, *1977) thematisiert in ihren Arbeiten lustvoll und verspielt ihr Leben zwischen zwei Realitäten als Schweizerin mit indischen Wurzeln. Sie ist mit zwei Videoinstallationen vertreten, welche humorvoll diese Suche nach Identität visualisieren

Kunstschaffende der Ausstellung:
Guy Tillim
Vanessa Püntener
Olga Titus

Vanessa Püntener, «Urnerboden, Sommer 2005», aus der Serie «ALP»
Ausstellungsansicht Haus für Kunst Uri - Guy Tillim und verborgene Welten mit Vanessa Püntener und Olga Titus 2008; Vanessa Püntener, «Urnerboden, Sommer 2005», aus der Serie «ALP»
Guy Tillim (RSA): Daison Luke and Faness Bisamoro, Petros Village, Malawi, 2006Vanessa Püntener (CH): aus der Serie Alp, 2006Olga Titus (CH): Han es Herzeli wie äs Vögeli, Videostill, 2006
Guy Tillim (RSA): Daison Luke and Faness Bisamoro, Petros Village, Malawi, 2006 Vanessa Püntener (CH): aus der Serie Alp, 2006 Olga Titus (CH): Han es Herzeli wie äs Vögeli, Videostill, 2006

Werk- und Förderungsausstellung 2007

Werk_und_Foerderungsausstellung_2007_BeatriceMaritz
Werk_und_Foerderungsausstellung_2007_BeatriceMaritz
Plakat und Flyer Jahresausstellung 2007, Beatrice Maritz

Kunst- und Kulturstiftung Heinrich Danioth
Jahresaustellung für Urner Künstlerinnen und Künstler

13. bis 30. Dezember 2007

Jubiläumsfeier 25 Jahre Danioth-Stiftung
Samstag, 15. Dezember 2007, 17 bis 19 Uhr,
im HAUS FÜR KUNST URI, Herrengasse 2, Altdorf

Begrüssung
Marianne Kuster-Tresch, Präsidentin Danioth-Stiftung

Aussen-Sicht
Blick von drei Schweizer Kulturpersönlichkeiten auf die
Urner Kunst- und Kulturstiftung:
Barbara Zürcher, Direktorin HAUS FÜR KUNST URI
Pius Knüsel, Direktor Pro Helvetia
Peter Fischer, Direktor Kunstmuseum Luzern
Moderation: Josef Schuler, Kulturbeauftragter Uri

Laudatio
Übergabe der Werk- und Förderungspreise 2007 durch
Urs Bugmann, Kulturredaktor NLZ

Jubiläumsbotschaft
Regierungsrat Josef Arnold, Bildungs- und Kulturdirektor

Musikalischer Rahmen
Carlo Gamma, Saxophon

Apéro
offeriert vom Regierungsrat des Kantons Uri

Alle Kunst- und Kulturfreunde sind herzlich zur Feier eingeladen.

Tierisch. Wenn der Mensch auf «den Hund» kommt.

Wiedemann / Mettler, «morbus bestia 5», 2007, Lambda-Print auf Aluminium hinter Acrylglas
Wiedemann / Mettler, «morbus bestia 5», 2007, Lambda-Print auf Aluminium hinter Acrylglas
Ausstellungsansicht Haus für Kunst Uri - Tierisch. Wenn der Mensch auf "den Hund" kommt 2007; Wiedemann / Mettler, «morbus bestia 5», 2007, Lambda-Print auf Aluminium hinter Acrylglas

TIERISCH. WENN DER MENSCH AUF „DEN HUND“ KOMMT.

Herbstausstellung

22. September bis 25. November 2007

Mit
Lea Achermann, Luzern; Annette Barcelo, Basel; Balthasar Burkhard, Bern; Miriam Cahn, Basel; Brigitte Friedlos, Zürich; Franziska Furrer, Altdorf; Martina Gmür, Basel; Max Grüter, Zürich; Luzia Hürzeler, Genf; Wiedemann / Mettler, Chur; Stephan Melzl, Frankfurt a. M.; Werner von Mutzenbecher, Basel; Franca Pedrazzetti / Beat Brechbühl, Luzern; Rosemarie Trockel, Köln

Wir lieben sie, wir jagen sie, wir essen sie. Die Beziehung von Mensch und Tier wurde in der Kunstgeschichte vielfach thematisiert. Tiere sind als Bewacher der Menschen dargestellt worden, als Begleiter bei der Jagd, denken wir an den Hund und an den Falken, als Trophäen, als das Wilde und Fremde schlechthin. Oder sie stehen wie besonders das Schosshündchen in den Gemälden des 18. Jahrhunderts symbolisch für Reichtum, Domestizierung und Erotik. Auch in der zeitgenössischen Kunst ist das Thema immer wieder in Einzelpositionen präsent. Einige dieser durchaus disparaten und medial vielfältigen Positionen stellt die Gruppenausstellung TIERISCH. WENN DER MENSCH AUF «DEN HUND» KOMMT in thematischer Bündelung vor.

Vernissage
Freitag, 21. September 2007, 19 Uhr
Es begrüssen Sie Luzia Baumann, Präsidentin Kunstverein Uri, Barbara Zürcher, Direktorin HAUS FÜR KUNST URI, anschliessend Apéro

Kunstschaffende der Ausstellung: Lea Achermann, Annette Barcelo, Balthasar Burkhard, Miriam Cahn, Brigitte Friedlos, Franziska Furrer, Martina Gmür, Max Grüter, Luzia Hürzeler, Wiedemann / Mettler, Stephan Melzl, Werner von Mutzenbecher, Franca Pedrazzetti & Beat Brechbühl, Rosemarie Trockel

MaxGrueter_Bunnyman
Ausstellungsansicht Haus für Kunst - Tierisch. Wenn der Mensch auf "den Hund" kommt 2007; Max Grüter, Bunnyman
Rosemarie Trockel, Videostill aus «À LA MOTTE», PAL 4:3 / B/W, 01:03 Min.
Ausstellungsansicht Haus für Kunst Uri - Tierisch. Wenn der Mensch auf "den Hund" kommt 2007; Rosemarie Trockel, Videostill aus «À LA MOTTE», PAL 4:3 / B/W, 01:03 Min.

Im Untergrund

Charlotte Hug, «Im Rhonegletscher», 1999, Performance; Foto: Alberto Venzago
Charlotte Hug, «Im Rhonegletscher», 1999, Performance; Foto: Alberto Venzago
Ausstellungsansicht Haus für Kunst Uri - Im Untergrund / Below Ground Level 2007; Charlotte Hug, «Im Rhonegletscher», 1999, Performance; Foto: Alberto Venzago

IM UNTERGRUND

BELOW GROUND LEVEL

Sommerausstellung

30. Juni bis 2. September 2007

Eine Ausstellung im HAUS FÜR KUNST URI im Zusammenhang mit 125 Jahre Gotthardbahn

Kunstschaffende der Ausstellung: Eva Baumann (CH), Tiziana De Silvestro (CH), Peter Fischli/David Weiss (CH), Claudio Fäh (CH), Guido Guidi (I), Lena Huber (CH), Charlotte Hug (CH), Milo Keller (CH), William Kentridge (ZA), Marianne Kuster (CH), Richard Ross (US), Hans Schabus (AT), Rudolf Steiner (CH), Sandro Steudler (CH)

Untergrund: Dieses Wort bezeichnet einerseits eine geografische Gegebenheit – das unter dem Boden sich Befindende – es besitzt aber insbesondere auch eine metaphori-sche Bedeutung und evoziert hier die gegensätzlichen Assoziationen von «Schutz» und «Geborgenheit» vs. «Verbotenem» und «Erschreckendem».

Das HAUS FÜR KUNST URI, ganz in der Nähe des Gotthards, dem wohl berühmtesten Untergrund der Schweiz gelegen, spürt aus Anlass des Jubiläums «125 Jahre Gott-hardbahn» der Faszination des Unterirdischen im künstlerischen Sinn nach. Und gerade hier erweitert sich das neutrale und vorwiegend technisch interessante «Loch im Boden» – der Keller, die Kanalisation, der Tunnel, der Bunker etc. – zum Ort mit verschiedenen, oft zweideutigen Interpretationsmöglichkeiten.

Die in der Ausstellung «Im Untergrund / Below Ground Level» repräsentierten Künstle-rinnen und Künstler stammen aus der Schweiz – darunter fällt das weltbekannte Künst-lerpaar Fischli/Weiss, aber auch noch zu entdeckende junge Kunstschaffende wie Sandro Steudler oder Charlotte Hug, die beide exklusiv neue Arbeiten herstellen – sowie aus dem benachbarten und weiteren Ausland. Hans Schabus Bootsfahrt durch die Wiener Kanalisation wird zu sehen sein, aber auch William Kentridges gezeichnete Auseinandersetzung mit der Arbeit in südafrikanischen Goldminen. «Im Untergrund / Below Ground Level» ist eine Ausstellung, die das nicht nur lokal, son-dern auch künstlerisch sehr aktuelle Thema des Untergrundes von verschiedenen Seiten – technischen, politischen, psychologischen – beleuchtet und erfahrbar macht.

Begleitpublikation

Parallel:
«Digitaler Dachstock #4 / Digital Art Space #4»
«Der Stille Gast»,
zwei Arbeiten von Chantal Michel
30. Juni – 2. September 2007
Kuratorin: Yasemen Büyükberber, Luzern
mit Unterstützung von Sitemapping.ch/Bundesamt für Kultur, Bern

William Kentridge, «Mine», 1991; Courtesy William Kentridge /Gallery Johannesburg Galerie
Ausstellungsansicht Haus für Kunst Uri - Im Untergrund / Below Ground Level 2007; William Kentridge, «Mine», 1991; Courtesy William Kentridge /Gallery Johannesburg Galerie
Hans Schabus, «Western 10», 2003; Courtesy Hans Schabus / Engholm Engelhorn Goodman
Ausstellungsansicht Haus für Kunst Uri - Im Untergrund / Below Ground Level 2007; Hans Schabus, «Western 10», 2003; Courtesy Hans Schabus / Engholm Engelhorn Goodman

Elastische Zeit

Ingo Giezendanner, «DESIGN (vorher & nachher)», Schwarzweiss-Trickfilm mit Ton, produziert in Zusammenarbeit mit SF DRS, Redaktion Sternstunden; Courtesy Ingo Giezendanner & Freymond-Guth & Co, Zürich
Ingo Giezendanner, «DESIGN (vorher & nachher)», Schwarzweiss-Trickfilm mit Ton, produziert in Zusammenarbeit mit SF DRS, Redaktion Sternstunden; Courtesy Ingo Giezendanner & Freymond-Guth & Co, Zürich
Ausstellungsansicht Haus für Kunst Uri - Elastische Zeit / Elastic Times 2007; Ingo Giezendanner, «DESIGN (vorher & nachher)», Schwarzweiss-Trickfilm mit Ton, produziert in Zusammenarbeit mit SF DRS, Redaktion Sternstunden; Courtesy Ingo Giezendanner & Freymond-Guth & Co, Zürich

ELASTISCHE ZEIT

ELASTIC TIMES

Frühlingsausstellung

3. März bis 6. Mai 2007

Kunstschaffende der Ausstellung: Eva Baumann (Bern), Christian Denzler (Bern/Brüssel), Ingo Giezendanner (Zürich), Pia Gisler (Basel), San Keller (Zürich), LABOR (Basel), Angelo Lüdin (Basel), Irene Maag (Basel), Nils Nova (Luzern), Hildegard Spielhofer (Basel), Beat Streuli (Düsseldorf/Brüssel), Kris Vleeschouwer (Brüssel), Martina Weber (Basel, St. Gallen)
sowie ausgewählten Werken aus der Frey-Näpflin-Stiftung, Stansstad und der Kantonalen Kunst- und Kulturgutsammlung Uri

Zeitmanagement, Zeitdruck, Zeitmangel – Begriffe, die heutzutage in aller Munde sind. Kaum erstaunlich daher, dass das Thema «Zeit» in philosophischen Essays, wissenschaftlichen Untersuchungen und populären Lebensratgebern immer wieder präsent ist. In der bildenden Kunst nun spielt die Zeit und das Denken darüber eine nicht weniger wichtige Rolle. Kunstschaffende manipulieren unsere Wahrnehmung von Zeit: sie dehnen oder komprimieren sie, inszenieren Zeitsprünge oder verdichten erlebte Zeit zu sichtbarer Erinnerung. Zeit wird elastisch.

Die thematische Gruppenausstellung mit dem Titel «ELASTISCHE ZEIT / ELASTIC TIME» versammelt Kunstschaffende unterschiedlicher Generationen, welche die Besucher gewissermassen auf eine «recherche du temps élastique» mitnehmen. Darunter fallen so renommierte Kunstschaffende wie Beat Streuli, San Keller und Angelo Lüdin, aber auch aufstrebende Künstler wie Eva Baumann, Kris Vleeschouwer, Ingo Giezendanner und Irene Maag, um nur einige zu nennen. Einen weiteren Aspekt erhält die Ausstellung durch die Integration von ausgewählten Werken aus zwei zentralschweizer Kunstsammlungen. Die zeitgenössische Kunst wird mit historischen Gemälden konfrontiert, die selber das Thema der Zeit beinhalten.

Parallel:
«Digitaler Dachstock #3 / Digital Art Space #3»
«Grosse Gefühle»
3. März bis 1. April 2007, Kuratorin: Elke Kania, Köln
mit Unterstützung von Sitemapping.ch/Bundesamt für Kultur, Bern

Pia Gisler «Wartehaus I», 2000/2003, Holz, Plättli, 2 Stühle; Courtesy Pia Gisler
Ausstellungsansicht Haus für Kunst Uri - Elastische Zeit / Elastic Times 2007; Pia Gisler «Wartehaus I», 2000/2003, Holz, Plättli, 2 Stühle; Courtesy Pia Gisler
Hildegard Spielhofer, «Ich habe mir meine Erinnerung zerstört», Tape 1-22, 1996, Objekt aus geflochtenen Videobändern; Courtesy Hildegard Spielhofer
Ausstellungsansicht Haus für Kunst Uri - Elastische Zeit / Elastic Times 2007; Hildegard Spielhofer, «Ich habe mir meine Erinnerung zerstört», Tape 1-22, 1996, Objekt aus geflochtenen Videobändern; Courtesy Hildegard Spielhofer