10 Jahre Stiftung Kunstdepot Göschenen mit Werken von Martin Disler und Hans Josephsohn

10 Jahre Stiftung Kunstdepot Göschenen

8. Juni bis 18. August 2024

Wir würdigen den Sammler und Mäzen CHRISTOPH HÜRLIMANN und fokussieren mit Werken von MARTIN DISLER (1949-1996) im Dialog mit plastischen Arbeiten von HANS JOSEPHSOHN (1920-2012) sein grosses kulturelles Engagement.

Die private «Stiftung Kunstdepot» wurde ins Leben gerufen, um aufstrebenden Künstlerinnen und Künstlern aus der ganzen Welt eine vertiefte Auseinandersetzung mit ihrer Arbeit zu ermöglichen. Ihnen stehen im Dachgeschoss des ehemaligen Zeughauses drei grosse Atelierräume zur Verfügung – wie auch Schlafräume und eine Gemeinschaftsküche und ein Lebenskostenbeitrag.

Göschenen, auf 1111 Meter über Meer kontrastiert auf anregende Weise mit dem Treiben und der Hektik grosser Metropolen, was für die Kunstschaffenden gleichzeitig Herausforderung und Inspirationsquelle bedeutet. In den Ateliers dort oben sind unter anderem Arbeiten für die vom Haus für Kunst Uri zur Eröffnung des Neatbasistunnels veranstaltete Ausstellung «dall’altra parte» entstanden.

Christoph Hürlimann liess das Gebäude umbauen und technisch so aufrüsten, dass es auch einen Teil seiner grossen Sammlung beherbergen kann. Wir feiern das zehnjährige Jubiläum seiner Stiftung gemeinsam mit je einer Ausstellung im Haus für Kunst Uri und im Kunstdepot Göschenen. Dort wird unter der Regie von Christoph Hürlimann eine Gruppenausstellung mit Arbeiten von allen Stipendiat*innen zu sehen sein.

Im Haus für Kunst Uri würdigen wir den Sammler Christoph Hürlimann mit Werken von Martin Disler (1949-1996), einem der wichtigsten Exponenten der Jungen Wilden in der Schweiz im Dialog mit plastischen Arbeiten von Hans Josephson (1920-2012). Über 60 Jahre hinweg befasste sich Josephsohn mit der menschlichen Figur.

Der leidenschaftliche Sammler hat 2018 in Altdorf Eyschachen auch noch das ehemalige Eidgenössische Getreidelager erwerben können. Im Herbst 2024 wird er zudem die neu erbaute «Kunsthalle Göschenen» eröffnen. An zwei Sonntagen (9.6.24 und 18.8.24) wird das Kunstdepot für das Publikum von 11 bis 15 Uhr geöffnet sein und Christoph Hürlimann führt durch seine Sammlung (Keine Anmeldung erforderlich).

Die Ausstellung wird kuratiert von Christoph Hürlimann und Barbara Zürcher.

Das Haus für Kunst Uri ist zudem Kooperationspartner des gesamtschweizerischen Ausstellungsprojekts «Schau, wie der Gletscher schwindet». In zahlreichen Institutionen wie unter anderem dem Kunsthaus Zürich, dem Aargauer Kunsthaus, dem Bündner Kunstmuseum, dem Musée cantonal des Beaux-Arts sollen Arbeiten aus den jeweiligen Sammlungen zum Thema Gletscherschwund gezeigt werden. In diesem Zeitraum zeigen wir das Ölgemälde Kehlengletscher, 1919 von Heinrich Danioth im Museumskaffee. Passend dazu vor Ort die Skulptur Gitschen, 1944/2008 von Peter Regli und eine Videoarbeit im Dachstock des Chinesen Zhao Zhao aus der Sammlung von Uli Sigg.

Dieses Grossprojekt wird kuratiert von Lorette Coen, Bernhard Fibicher und Carmen Perrin.

IRMA INEICHEN, EDIT ODERBOLZ – Andere Räume

IRMA INEICHEN EDIT ODERBOLZ

ANDERE RÄUME 

9. März bis 19. Mai 2024

Irma Ineichen (*1929), lebt und arbeitet in Luzern und Paris. Das Erkunden von realen und gedanklichen Räumen durchzieht ihr Schaffen seit ihren malerischen Anfängen. Dabei kommt der Farbe sowohl architektonische als auch atmosphärische Bedeutung zu. Die Welt von Irma Ineichen besteht aus Räumen, in denen sie gelebt hat und in denen sie sich bewegt. Ihre Räume sind gekennzeichnet durch Schichtungen von Farbflächen, die an Durchblicke erinnern, die sich aus Öffnungen ergeben und Ausblicke in die Landschaft möglich werden lassen. Wenn das Paris der fünfziger Jahre der erste Fluchtpunkt in Irma Ineichens Leben war, der aus ihr die Malerin hat werden lassen, so haben die Reisen nach Japan zu ihrer späteren Reduktion oder Abstraktion räumlicher Gegebenheiten geführt. Ihre meist in Werkzyklen entstanden Malereien stellen wir in einen Dialog mit dem installativen Schaffen von Edit Oderbolz.

Edit Oderbolz (*1966) lebt und arbeitet in Basel. Für ihre Arbeiten verwendet die Künstlerin vorwiegend Standard-Baumaterialien, die sie auf die entsprechende Grösse zuschneidet, klebt, schweisst oder sägt, gleich vorgefertigt nutzt oder im Alltag zusammensucht. Auch die Vorliebe der Künstlerin für rohes Material, dessen ästhetische Eigenschaften sie zum Teil unverändert übernimmt korrespondiert damit. Es handelt sich dabei oft um ein künstlerisches Recycling, das Oderbolz in ihrem Werk vorführt: eine Mischung aus der Freude am Spiel mit dem Banalen, Alltäglichen und dem hohen künstlerischen Willen zur Reduktion. Genau dies schafft die ästhetische und gedankliche Reibung in Oderbolz’ Werken.

Für die Ausstellung im Haus für Kunst Uri schafft sie u.a. eine neue vierteilige Arbeit: begehbare Behausungen, Zellen, die einen speziellen Blick auf die Malereien von Irma Ineichen erlauben.

Die Ausstellung mit den beiden Künstlerinnen aus so unterschiedlichen Generationen möchte ein subtiles Zwiegespräch in Gang setzen und gleichzeitig das jeweilige eigenständige Schaffen zur Geltung bringen, die Augen öffnen für überraschende Blickwechsel.

Die Ausstellung wird kuratiert von Barbara Zürcher.

Werk- und Förderungsausstellung 2023

Werk- und Förderungsausstellung 2023

2. Dezember 2023 bis 7. Januar 2024

Seit 1982 vergibt die Urner Kunst- und Kulturstiftung Uri Ausland-Ateliers, das Urner Werkjahr sowie Werk- und Förderungsbeiträge. Kulturschaffende aus dem Kanton Uri werden auch dieses Jahr für ihre Kunst-, Literatur-, Film- und Musikwerke ausgezeichnet. Mit einer öffentlichen Ausstellung und der Präsentation der Werk- und Förderungsarbeiten im Haus für Kunst Uri zeigt die Stiftung der Bevölkerung jedes Jahr das aktuelle kreative Schaffen.

Medienmitteilung 2023

MARIANNE HALTER & MARIO MARCHISELLA Bühnen, Brachen und zwei Plattenspieler

9. September bis 19. November 2023

Das Künstlerpaar Marianne Halter (*1970) und Mario Marchisella (*1972) bespielen das ganze Haus für Kunst Uri. Zwischen Installationen, Objekten, Zeichnungen, Druckgrafik, Video, Sound und an der Schwelle zur Architektur angesiedelt, lässt das Werk des Schweizer Künstlerduos die Grenzen der Wahrnehmung verschwimmen und entzieht sich einer eindeutigen Zuordnung.

Inhaltlich beschäftigen sich die beiden Kunstschaffenden mit Themen der Globalisierung und der Kommerzialisierung von Lebensräumen und der Diskrepanz des Analogen und Digitalen. Sie interessieren sich für den Umgang mit der Geschichte, für deren Vergessen und für die Verletzlichkeit von Orten. Dabei arbeiten sie mit unterschiedlichen Materialien und Medien.

Marianne Halter & Mario Marchisella haben sich intensiv mit den Räumen des HfK Uri auseinandergesetzt und sie mit schlichten Konstruktionen verbunden, die assoziativ den Weg weisen und je nach Lichtintensität und Sound zu poetischen Reflexionen führen. Über die Deckenlautsprecher im Parterre und im ersten Stock beispielsweise erklingt eine Toncollage von Stadtgeräuschen. Sie stammen aus Shanghai und Altdorf und werden in der Videoinstallation «Old Town New Town» teils direkt erlebbar. Überhaupt ist der Ton ein wichtiges und tragendes Element in der Ausstellung. Immer wieder begegnen wir unterschiedlichen Klängen und Rhythmen, die ineinander übergehen und die visuellen Transformationen begleiten und unterstützen.

Ein spannendes Begleitprogramm bereichert die Ausstellung, siehe Einladungskarte.

Ihre gemeinsamen Arbeiten wurden mehrfach ausgezeichnet, so mit dem Preis der Zentralschweizer Kantone (2021), Werkbeiträgen des Kantons Zürich (2017/2020), Atelierstipendien von Pro Helvetia (2008 Johannesburg, 2019 Shanghai), der MacDowell Colony, Peterborough (2013) und dem Swiss Art Award (2010). 2010 wurde die Mehrkanal-Videoinstallation «The Conductor’s Fear of The Soloist –Ten Small Pieces for Violin» in die Sammlung der South African National Gallery (IZIKO) aufgenommen.

Marianne Halter (1970*) lebt und arbeitet in Zürich. In Luzern besuchte sie die Hochschule für Gestaltung und Kunst und erhielt verschiedene Atelier-Stipendien in Chicago und Paris. Sie unterrichtet aktuell an der Grafikfachklasse Luzern und an der HSLU.

Mario Marchisella (1972*) studierte klassische Musik am Konservatorium Zürich (heute ZHdK). 2001 gründet er sein Tonstudio Audioscope, das Aufträge in den Bereichen Film, Theater, Hörspiel und Kunst ausführt. So ist er auch immer wieder als freischaffender Musiker und Komponist tätig.

Die Ausstellung wird kuratiert von Barbara Zürcher.

ERNA SCHILLIG und ihre Musen (1900 – 1993)

10. Juni bis 20. August 2023

Die Urner Künstlerin Erna Schillig (1900-1993) lernte 1925 den deutschen Maler August
Babberger auf dem Klausenpass kennen. Dort oben führten ihre Eltern in den Sommer- und Herbstmonaten das Hotel Klausenpasshöhe. 1927 folgte Erna Schillig Babberger nach Karlsruhe, wo sie als Meisterschülerin die Badische Landeskunstschule besuchte.

Von 1947 bis 1967 leitete sie die Textilabteilung an der Kunstgewerbeschule Luzern. Ihr Wirken wurde 1959 mit dem Professorinnentitel gewürdigt. Nach der Pensionierung lebte sie zurückgezogen bis zu ihrem Tod 1993 in Altdorf.

Im Schatten ihrer gefeierten Künstlerfreunde August Babberger (1885-1936) und Heinrich
Danioth (1896-1953) entwickelte Erna Schillig ihr vielseitiges Werk. Ihr Repertoire reichte von Ölmalerei über Zeichnung in verschiedenster Technik bis zu Hinterglasmalerei, Putzmalerei, Wandteppichen und textiler Kunst wie auch liturgischen Gewändern (Paramentik).

In dieser Hommage an das in Vergessenheit geratene grossartige Werk von Erna Schillig treten die Arbeiten ihrer Malerfreunde August Babberger und Heinrich Danioth lediglich punktuell in einen Dialog mit ihrem Werk. Im Vordergrund steht das Werk der Künstlerin.

Bei der Auswahl der ausgestellten Exponate stand uns in erster Linie ihr künstlerischer Nachlass, der sich im Staatsarchiv Uri befindet, zur Verfügung. Zahlreiche in Archivschränken gelagert Werke können so ans Licht gebracht werden und sind zum ersten Mal in neuer Rahmung zu sehen.

Schwerpunkt der Ausstellung bilden denn auch ein Teil der zahlreichen Arbeiten auf Papier und die Ölbilder im Besitz des Kantons. Ergänzt werden diese Werke durch Leihgaben aus Privatbesitz. Die grossen textilen Wandteppiche weisen zudem auf ihre Beteiligungen an prominenten Ausstellungen wie die Weltausstellung 1937/38 in Paris hin.

Erna Schillig und ihre Musen – dieser Titel, bewusst unorthodox und vielleicht auch ein wenig provokativ, soll das Werk Erna Schilligs mit unerwarteten Gegenüberstellungen in den wohlverdienten Vordergrund rücken und von dem so oft beschworenen Urner Kreis emanzipieren.

Die Ausstellung wird kuratiert von Jürg Nyffeler und Barbara Zürcher.

Hörinstallation im Dachstock von Sophia Murer

Im Dachstock zeigen wir die Hörinstallation «…und dann war ich plötzlich alleine mit Hof und Kindern!» von Sophia Murer.

Es handelt sich dabei um grösstenteils unveröffentlichte Tonaufnahmen, die ihr Vater, Fredi M. Murer, während seiner Dreharbeiten zum Dokumentarfilm «Wir Bergler in den Bergen sind eigentlich nicht schuld, dass wir da sind» aufgenommen hat. Die Frauen sprechen unter anderem über die alltägliche Arbeit, Alpfahrten, über lange Schulwege, Lawinenereignisse oder ihre Heimgeburten – es ist eine Möglichkeit, sich daran zu erinnern, wie es damals war.

Jubiläumswettbewerb

Anlässlich des 25 Jahr Jubiläums verlosen wir eine Übernachtung für zwei Personen inkl. HP. im Hotel Klausenpass.

Wettbewerbstalon

Teilnahmebedingungen

Bericht arttv.ch mit Sabine Dahinden Carrel

Livio Beyeler – welcome home

Livio Beyeler, welcome home; Einladungskarte, Frühling 2023

11. März bis 21. Mai 2023

Das Jahr 2023 ist für das Haus für Kunst Uri gleich mit zwei Jubiläen verbunden. Einerseits feiert das Kunsthaus sein 25-jähriges Bestehen, andererseits jährt sich der Todestag von Heinrich Danioth (1896 -1953) zum 70. Mal. Dass der bildende Künstler auch Theaterstücke hinterlassen hat, wissen nur wenige. Dabei war Danioths Auseinandersetzung mit dem Theater wesentlich intensiver, als allgemein bekannt ist. 1928 schrieb Heinrich Danioth ein Theaterstück, welches als verschollen galt – bis vor kurzem. Der Konzeptkünstler und Theaterregisseur Livio Beyeler hat das Stück von Heinrich Danioth im Staatsarchiv Uri aufgespürt. In Danioths Festspiel mit dem Titel «Urner Revue» geht es um einen Auslandschweizer, der nach langer Abwesenheit zurück nach Uri kommt und seine Heimat nicht wiedererkennt.

Das Theaterstück «welcome home» überführt Livio Beyelers Recherche und künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema Heimat in ein Gesamtkunstwerk, das wesentlich mit der Ausstellung verzahnt und von Heinrich Danioths «Urner Revue» inspiriert ist. Die insgesamt acht Abendaufführungen teilen das Publikum jeweils in drei Gruppen auf. Sie folgen den Schauspieler*innen durch die Ausstellungsräume. Auf diese Weise führt die Inszenierung im Haus für Kunst Uri in unterschiedliche Situationen, die durch das Begriffspaar Ort und Gefühl geprägt sind, und eröffnet mit Humor, Konfrontation, Dialog und Musik neue Perspektiven auf das Werk Heinrich Danioths und den Begriff Heimat. Das interdisziplinäre Grossprojekt, an dem mit Rolf Sommer, Stefan Arnold und Elia Aregger auch mehrere profilierte Kulturschaffende aus dem Kanton Uri mitwirken ist ambitioniert und einzigartig.

Das Theaterstück „welcome home“ ist AUSVERKAUFT.

 

studiobeyeler.ch

SRF-Beitrag zu welcome home

arttv.ch Beitrag von Cesare Macri

WERK- & FÖRDERUNGSAUSSTELLUNG 2022

Einladungskarte - Werk- & Förderungsausstellung 2022

JAHRESAUSSTELLUNG DER KUNST- UND KULTURSTIFTUNG URI
mit Gail Bantli, Priska Briker-Herger, Franziska Dahinden, Ursula Maria Dichtl, Lisa Elsässer, Mario Gisler (GislerGähwiler), Michel Gogniat, Johannes Guldimann, Franziska Heinzer, Fiona Hirzel, Cynthia Kaufmann und Adrian Flückiger (Umaer), Florian Maritz, Noëmi Mensah-Gamma, Lina Müller, Pascal Murer, Anita Regli, Michael Regli, Edith Sauter-Giger, Reto Scheiber, Bertha Shortiss, Vera Staub, Vreni Wyrsch

3. Dezember 2022 bis 8. Januar 2023

Seit 1982 vergibt die Urner Kunst- und Kulturstiftung Uri Ausland-Ateliers, das Urner Werkjahr sowie Werk- und Förderungsbeiträge. Kulturschaffende aus dem Kanton Uri werden auch dieses Jahr für ihre Kunst-, Literatur-, Film- und Musikwerke ausgezeichnet. Mit einer öffentlichen Ausstellung und der Präsentation der Werk- und Förderungsarbeiten im Haus für Kunst Uri zeigt die Stiftung der Bevölkerung jedes Jahr das aktuelle kreative Schaffen.

Das Kuratorium der Kunst- und Kulturstiftung Uri hat folgende Preise vergeben:

Urner Werkjahr:
Lisa Elsässer

Berliner-Atelier 2024:
Lina Müller

Förderungsbeiträge:
Michael Regli
Anita Regli
Vreni Wyrsch

Sonderausstellung F.X. Brun und Franziska Furrer
Im Danioth Pavillon wird der Urner Fotograf F.X. Brun eine Werkschau gestalten. Er hat die «Carte Blanche» des Kuratoriums erhalten. Im Vorraum zeigt Franziska Furrer, die im Jahr 2021 das Zentralschweizer Atelier in Berlin nutzen konnte, einen Ausschnitt aus ihrem aktuellen Schaffen.

Goldener Uristier
Der Regierungsrat verleiht Erich Herger, Bürglen, den «Goldenen Uristier». Er würdigt damit sein langjähriges Engagement zugunsten der Urner Kulturszene, insbesondere im Bereich der Volksmusik, des Kulturerbes und der Literatur. Die Verleihung findet am 7. Januar 2023 statt.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Möbel Muoser für das grosszügige Sachsponsoring während der Ausstellung.

Ausschreibung Kunstprojekt

Frauen sichtbar machen

Medienmitteilung

FAMILIENBANDE

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Ausstellungsansicht Haus für Kunst Uri - Familienbande 2022; Caroline Minjolle; Foto: F.X. Brun

10. September bis 20. November 2022

Eine Gruppenausstellung mit Caroline Minjolle (Fotografie), Karoline Schreiber (Malerei), Susanne Dubs (Familienalben), Carlos Lügstenmann (Film), Rebecca Gisler (Literatur), Max Grüter (Objekte)

Unsere Mütter und Väter prägen unser Leben, was bleibt von ihnen – von den Geschwistern, Tanten und Onkeln, den Grosseltern? Rund um das konfliktreiche Thema Familie, das die Literatur, die Psychoanalyse und Filmgeschichte prägt versuchen wir dieser Thematik mit künstlerischen Positionen aus Film, Fotografie und Malerei auf den Grund zu gehen. Dabei geben wir der Inszenierung des legendären Familienalbums Raum.

Die Ausstellung wird kuratiert von Barbara Zürcher.

Wir bedanken uns bei Landis & Gyr Stiftung für die finanzielle Unterstützung dem lit.z Literaturhaus  Zentralschweiz für die engagierte Zusammenarbeit und Muoser AG für die zur Verfügung gestellten Möbel.

arttv.ch Beitrag

UNSICHTBAR – DANIEL COMTE, PASCAL DANZ

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Ausstellungsansicht Haus für Kunst Uri - Unsichtbar 2022; Pascal Danz; Daniel Comte; Foto F.X. Brun

11. Juni bis 21. August 2022

Der Creative Director und Street Photographer DANIEL COMTE (*1963) erhielt 2014 mit 51 Jahren die Diagnose Alzheimer. In den folgenden Jahren widmete er sich mehr denn je seiner Leidenschaft, der Street Photography. Seine Bilder sind Momentaufnahmen des Alltags. Momente, die von der Gesellschaft oft bewusst gar nicht wahrgenommen werden – manchmal sind sie skurril, manchmal extravagant – immer mit einem Augenzwinkern versehen. Auf den ersten Blick sind es Schnappschüsse. Bei genauerer Betrachtung wird sichtbar wie perfekt jedes einzelne Sujet komponiert ist. Und trotzdem scheint keines der Bilder inszeniert zu sein.

Die überwiegend in schwarzweiss gehaltenen Fotografien treten in einen Dialog mit den Malereien von PASCAL DANZ (1961-2015). Pascal Danz bewegt sich mit seinen Arbeiten zwischen Figuration und Abstraktion. Sie untersuchen Fragen der Malerei und betonen die Subjektivität der Wahrnehmung der Wirklichkeiten. Als roter Faden zieht sich die Behandlung des Lichts und seiner Reflexe durch sein gesamtes Œuvre. PASCAL DANZ griff dabei immer wieder auf eigene Fotografien, Medienbilder und auf Fotografien aus dem Internet zurück. Die Fotografie diente Danz als Quellenmaterial für seine Malerei.

DANIEL COMTE nutzte das Licht und Schatten, um Sichtbares in den Fokus zu rücken. Pascal Danz hingegen benutzte das Licht, um direkt Sichtbares zu verhindern. Sei es, um das offensichtliche Motiv zu verschleiern oder durch zu starke oder zu schwache Beleuchtung unmöglich zu machen, dieses zu erfassen. Bei ihm wird das Licht zum Inhalt.

Die Ausstellung wird kuratiert von Stolen Moments: Heike Rindfleisch und Anatole Comte und Barbara Zürcher.

PASCAL DANZ „Memories“, Galerie Bernhard Bischoff & Partner

arttv Beitrag Unsichtbar von Carlos Lügstenmann

Franz Fedier – Die Retrospektive

Franz Fedier

12. März bis 15. Mai 2022

FRANZ FEDIER, geboren am 17. Februar 1922 in Erstfeld, gestorben 2005 in Bern war Maler und einer der bedeutendsten Vertreter abstrakter Malerei in der Schweiz.

Mit 17 Jahren begann er eine Malerlehre in Brugg. Zwei Jahre später fing er ein Studium an der Kunstgewerbeschule an, u. a. bei Max von Moos. Bei Wandbildaufträgen vom Maler Heinrich Danioth konnte er als Schüler und Gehilfe mitwirken. 1945 war er Zeichner in einem Reklameatelier in Bern. Studien führten ihn an die Académie Fernand Léger in Paris, wo er auch Alberto Giacometti kennenlernte. Im Jahr 1959 nahm FRANZ FEDIER an der documenta 2 in Kassel in der Abteilung Malerei teil. Von 1966 bis 1987 war er Leiter der Malklasse an der Kunstgewerbeschule Basel und von 1987 bis 1993 Präsident der Eidgenössischen Kunstkommission.

Seine «nonverbale Sprache mit Farben und Formen und Räumen» reicht von einem anfänglichen Informel über eine Geometrisierung der Formensprache bis hin zu Farbräumen, die er durch Streifen, Bänder und Rauten zum Vibrieren brachte.

Die Einzelausstellung im Haus für Kunst Uri würdigt den bedeutenden Urner Künstler gleichzeitig mit einem Dokumentarfilm von FELICE ZENONI und einer Publikation, die eine Auswahl seiner spannenden Texte zur Kunst beinhaltet.

Die Ausstellung wird kuratiert von JÜRG NYFFELER und BARBARA ZÜRCHER.

FEDIER – URNER FARBENVIRTUOSE – Offizieller Trailer

arttv Beitrag Franz Fedier – Die Retrospektive von Carlos Lügstenmann

arttv Beitrag Werkkatalog