ALDO MOZZINI – Die Stadt im Museum Part II

Liebe Besucherinnen und Besucher
Ihre Sicherheit und diejenige unserer Mitarbeitenden liegen uns am Herzen. Um Ihnen einen sicheren Aufenthalt im Haus für Kunst Uri zu gewährleisten, aktualisieren wir unsere Massnahmen den behördlichen Vorgaben des Bundes und des Kantons Uri entsprechend laufend. Seit 13. September 2021 besteht für Museen und Kulturhäuser eine Zertifikatspflicht. Die Maskenpflicht entfällt, aber wird weiterhin empfohlen. Damit Sie Ihren Besuch gut planen und unsere Angebote vor Ort geniessen können, finden Sie hier einen Überblick über die geltenden Massnahmen:

Für Ihren Museumsbesuch gilt eine Zertifikatspflicht, d.h. Sie benötigen ab 16 Jahren ein gültiges Schweizer oder EU/EFTA-Covid-Zertifikat (geimpft, genesen, getestet) sowie einen amtlichen Personalausweis. Das gilt auch für Ihre Teilnahme an Führungen, Workshops, Veranstaltungen, usw.

Für das Zertifikat gibt es folgende Möglichkeiten:

  • Sie sind vollständig geimpft.
  • Ihre Corona-Erkrankung liegt weniger als 180 Tage zurück.
  • Sie verfügen über einen negativen Antigen-Schnelltest, der weniger als 48 Stunden alt ist.
  • Sie verfügen über einen negativen PCR-Test, der weniger als 72 Stunden alt ist.

Vielen Dank für Ihr Verständnis, wir freuen uns auf Ihren Besuch.

11. September bis 21. November

mit OPPY DE BERNARDO, HEINRICH DANIOTH, MARKUS KUMMER, MARIE-CATHÉRINE LIENERT, ANDREA MUMHEIM, THOMAS SIEBER und JEMMA WOLF.

Aldo Mozzini, geboren 1956 in Locarno, lebt und arbeitet in Zürich und in Bellinzona. Seine Arbeit – seien es Installationen, Objekte, Zeichnungen oder auch Super8-Filme – handelt oft von urbanen Situationen und städtebaulichen Themen.

Nach erfolgreichem Part I (Sommerausstellung) hat der Künstler seine Stadt umgebaut: sie ist wie jede Stadt im Wandel. Fragmente aus Part I bleiben partiell erhalten, werden aber um genutzt oder transformiert – es manifestieren sich die für eine Stadt konstitutive Wandelbarkeit, ihre Dynamik, ihre Unabgeschlossenheit.

Eingeladene Künstler*innen treten mit ihrer Arbeit in einen Dialog mit den urbanen Situationen und bereichern die Stadt. So haben wir beispielsweise den Salon mit während Part I entstanden Porträts von Menschen aus Altdorf und Umgebung bespielt. Die Urner Künstlerin Andrea Muheim hat die während vier Tagen im HfK Uri gemalt.

Auch wird dem Spielen Raum gegeben, sei es für Bridge oder Pétanque – ein Spiel, ein Sport sogar für manche, immer eine soziale Begegnung, die im urbanen und ländlichen Raum leidenschaftlich gepflegt wird. Bei schönem Wetter veranstalten wir Pétanque-Partien im Aussen- und Innenraum.

Mozzinis Behausungen sind assoziativ und spielen stets mit der Erinnerung und der Vergänglichkeit. Wir bewegen uns durch stille Räume, die unsere eigene Erfahrung und Wahrnehmung vom Zusammenleben aktivieren und die Stadt erst belebt. Durch die fiktiv-künstlerische Stadt Aldo Mozzinis flaniert die für ihr poetisches Augenmerk auf Skurrilitäten des Alltags bekannte Schriftstellerin Julia Weber. Sie hält in sieben Audiostationen fest, was vielleicht niemand von uns wahrgenommen hätte – eine Kooperation mit dem lit.z Literaturhaus Zentralschweiz.

Dank der Unterstützung der Dätwyler Stiftung konnte ein längerer filmischer Beitrag von arttv.ch realisiert werden, der Einblick in Part I und seine Umwandlung in Part II vermittelt. Diese Dokumentation ist in der aktuellen Ausstellung zu sehen.

arttv Beitrag Aldo Mozzini von Carlos Lügstenmann

ALDO MOZZINI – Die Stadt im Museum Part I

12. Juni bis 15. August

Aldo Mozzini, geboren 1956 in Locarno, lebt und arbeitet in Zürich und in Bellinzona. Seine Arbeit – seien es Installationen, Objekte, Zeichnungen oder auch fotografische Serien – handelt oft von urbanen Situationen und städtebaulichen Themen.

Der Künstler baut eine Stadt ins Haus für Kunst Uri. Inspiriert von Italo Calvinos Buch Die unsichtbaren Städte von 1972, in dem Calvino 55 fiktive Städte beschreibt, die bestimmte geografische, historische, gesellschaftliche oder allgemein menschliche Situationen in ein poetisches Bild fassen. Seine Stadt wird wie jede Stadt im Wandel sein, es wird in ihr gebaut und umgebaut: eine prozessuale, interaktive und experimentelle Ausstellung.

Die Stadt im Museum findet in zwei Phasen statt. In Part I wird die erste Stadt gebaut, in der Zwischenphase findet eine grössere bauliche Veränderung statt und in Part II in der Herbstausstellung erleben wir dann eine andere urbane Situation. Im Umstand, dass es zwei Ausstellungen und ein Dazwischen geben wird, manifestieren sich die für eine Stadt konstitutive Wandelbarkeit, ihre Dynamik, ihre Unabgeschlossenheit.

Auch der Aussenraum wird in das Grossprojekt einbezogen, sowie andere Kunstschaffende, deren Arbeiten im Salon im ersten Stock in Wechselausstellungen präsentiert werden. Das Dachgeschoss wird zum Denkraum, gefüllt mit Modellen, Texten und Videos, die sich mit Fragen des Zusammenlebens und Zusammenwirkens befassen.

Heinrich Danioth wird mit Porträtzeichnungen im Salon präsent sein, kombiniert mit Zeichnungen von Strassenporträtistinnen und Porträtisten, die Aldo Mozzini 2003 während eines Atelierstipendiums von sich in Paris hat anfertigen lassen. Der bürgerliche Salon wird so auch zur Plattform für die verkannte oder unterschätzte Strassenkunst, die langsam aus den Städten verschwindet. Gleichzeitig bietet sich hier eine künstlerische Möglichkeit, die lokale Bevölkerung einzubinden und ihnen einen Platz im Museum respektive in der Stadt zu geben: Während Part I wird die Urner Künstlerin Andrea Muheim während vier Tagen in diesem Salon Porträts von Menschen aus Altdorf und der Umgebung anfertigen, diese werden dann in Part II ausgestellt.

Im Dachstock zeigen wir unter anderem die Videoarbeit von Marie-Cathérine Lienert. Sie nimmt uns mit auf die Strassen Manhattans – wir wandern mit ihr durch die Stadt der Städte.

In Kooperation mit dem lit.z (Literaturhaus Zentralschweiz) hat die Autorin Julia Weber den Audioguide konzipiert, der die Besucher*innen auf einen assoziativen Rundgang durch Aldo Mozzinis Stadt begleitet.

arttv Beitrag Aldo Mozzini von Carlos Lügstenmann

Poesie des Alltäglichen

Liebe Besucher*innen, liebe Kunstinteressierte

Unser Haus ist geöffnet. Wir freuen uns auf Sie!

Poesie des Alltäglichen; Einladungskarte, Frühling, 2021

6. März bis 16. Mai 2021

Gruppenausstellung mit: AIMÉE MOREAU (Malerei), MARTÍN MELE (Installation, Objekte, Malerei), ULRICH MEISTER (Malerei)

AIMÉE MOREAU, geboren 1926 in Paris lebt und arbeitet in Genf. Sie schuf in ihrem langen Leben ein überschaubares malerisches Werk, das im Stil der neuen Sachlichkeit Gegenstände ihres unmittelbaren Alltags festhält. Scheinbar Banales erfährt durch die malerische Umsetzung eine eindrückliche Würdigung. Die Künstlerin wird zum ersten Mal eine grössere Serie ihrer Arbeit in einer öffentlichen Institution zeigen.

MARTÍN MELE , geboren 1960 in Buenos Aires lebt und arbeitet in Buenos Aires und Düsseldorf. Seine Materialwahl spielt mit der haptischen Wahrnehmung, um verschiedene Möglichkeiten des Empfindens auszudrücken. Fundstücke aus dem Brockenhaus oder vom Strassenrand Mitgenommenes und Sperrmüll dienen ihm als Basis seiner Installationen und Objekte. Der materielle Überfluss erhält bei Mele eine neue Existenz – materielle Transformationen des Alltäglichen und Vertrauten.

ULRICH MEISTER, geboren 1947 in Schaffhausen lebt und arbeitet seit 1967 in Düsseldorf. Der Künstler thematisiert einen zentralen Aspekt der Kunst des 20. Jahrhunderts, die Ästhetik des Trivialen und Banalen. Bei ihm wird der Gegenstand in seiner Einzigartigkeit dargestellt und ist Ausgangspunkt einer poetischen Enzyklopädie des Alltags.

Diese Ausstellung wird kokuratiert mit dem Künstler IAN ANÜLL.

arttv.ch Beitrag vom 10. März

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Aimée Moreau, Eponge et gants jaunes, Öl auf Leinwand, 1980; Foto: F.X. Brun
Ausstellungsansicht, Aimée-Moreau, Poupée main et gant, Öl auf Leinwand, 1968; Foto: F.X. Brun
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Ausstellungsansicht, Ulrich Meister, Brot, 1998, Avocado, 2014, Steckbuchstaben-Bild (Reihe...), 2019, Birne, 2009/2015, Seckbuchstaben-Bild (Buchstaben...), Weinflasche, 2017, Reifen 2, 2009, Fondant-Ei, 1996, (Mischtechnik: Acryl und Acryl-Lack auf Holz, Acryl auf Leinwand, Texttafel aus Kunsstoff, Acryl auf Acryl-Lack auf Leinwand, Farbiger Stoff); Foto: F.X. Brun
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Ausstellungsansicht, Ulrich Meister; Polaroids, o. T., 1996 bis 1999; Stieglitz, Acryl auf Leinwand, 2017; Foto: F.X. Brun
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Martín Mele, Mele Mobil, Gips, Unterhemd, Unterhosen, Socken,Holz, Koffer, Mele Utensilien, 2017; o.T., 2021, Ton gebrannt in Holzofen; Foto F.X. Brun
Martín-Mele_o.T.-2019_Siracuse-2019_poesie_fxb_8950
Martín Mele, o.T., 2019, Gips Jute, Holz; Siracuse, Holz, Samt, Knochen, Pins, Glas, 2019; Foto: F.X. Brun

Im Dachstock zeigen wir die Ausstellung «Gespräche mit Mondviolen» mit Werken von JEAN-LUC JACQUET/FRANCIS HALLÉ,
ANNA COMIOTTO, FLO KAUFMANN

Die Ausstellung wird kuratiert von DR. MELANIE GRÜTTER Institut «Kulturen der Alpen», Uri

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Ausstellungsansicht , Gespräche mit Mondviolen, Flo Kaufmann, holzern nr. 5, 2012; Anna Comiotto, Quercus, 2017/2021, Eichenblatt (quercus rubra), aktive Farbe, Strom, Code

WERK- UND FÖRDERUNGSAUSSTELLUNG 2020

Liebe Besucher*innen, liebe Kunstinteressierte

Aufgrund der angeordneten Massnahmen des Bundes bleibt unser Haus ab Morgen Samstag, 19. Dezember 2020, 17 Uhr geschlossen.

Die Übergabe des Goldenen Uristier vom 9. Janaur 2021 wird auf den Frühling verschoben. Wir bedauern dies sehr,  aber leider haben wir keine andere Möglichkeit.

Schutzkonzepts

JAHRESAUSSTELLUNG DER KUNST- UND KULTURSTIFTUNG URI mit Selina Arnold, Gail Bantli, Franziska Bruecker & Jasmin Bissig, Lisa Elsässer, Fränggi Gehrig, Jonas Gisler, Mario Gisler & Fabienne Gähwiler, Franziska Heinzer, Mary Anne Imhof, Christian Indergand, Florian Maritz, Pascal Murer, Michael Regli, Mario Schelbert, Ida Stalder, Esther Tresch Hagenbuch, Sandro Zgraggen, Janine Zopp & Jenny Russi

5. Dezember 2020 bis 10. Januar 2021

Zum 39. Mal vergibt die Kunst- und Kulturstiftung das Urner Werkjahr sowie Projekt- und Förderungsbeiträge.

Seit 1982 vergibt die Urner Kunst- und Kulturstiftung Uri Ausland-Ateliers, das Urner Werkjahr sowie Werk- und Förderungsbeiträge. Kulturschaffende aus dem Kanton Uri werden auch dieses Jahr für ihre Kunst-, Literatur-, Film- und Musikwerke ausgezeichnet. Mit einer öffentlichen Ausstellung und der Präsentation der Werk- und Förderungsarbeiten im Haus für Kunst Uri zeigt die Stiftung der Bevölkerung jedes Jahr das aktuelle kreative Schaffen.

Sonderausstellung im Danioth Pavillon von ANDREAS WEGMANN: Eine Klanginstallation

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Muoser AG in Zusammenarbeit mit Vitra für das grosszügige Sachsponsoring.

Auskunft für Medienanfragen: Kunst- und Kulturstiftung Uri, Präsidentin: Elisabeth Fähndrich (Tel. 041 870 84 83, Mail: e.faehndrich@bluewin.ch);
Geschäftsstelle: Ralph Aschwanden (Tel. 041 875 20 96, Mail: ralph.aschwanden@ur.ch)

Valentin Magaro im Dialog mit Heinrich Danioth

Liebe Besucherinnen und Besucher

Leider sind alle unsere Veranstaltungen bis auf Weiteres abgesagt. Unser Haus bleibt aber weiterhin geöffnet und wir freuen uns, Sie zu unserer aktuellen Ausstellung zu begrüssen. Um Ihre Sicherheit während des Aufenthalts zu gewährleisten, müssen auf Grund der Verbreitung von Covid-19 in allen öffentlich zugänglichen Bereichen unseres Hauses Masken getragen werden.  Ausgenommen von der Maskenpflicht sind lediglich Kinder unter 12 Jahren.

Hier finden Sie unsere Sicherheitsmassnahmen.

Valentin Magarao im Dialog mit Heinrich Danioth; Einladungskarte, Vorderseite, Herbst, 2020

Valentin Magaro, 1972, lebt und arbeitet in Winterthur. Er setzt sich als Zeichner und Maler mit Bildtraditionen und Darstellungsmöglichkeiten der Gegenwart auseinander. Für seine Einzelausstellung im Haus für Kunst Uri lässt sich der Künstler vom Werk Heinrich Danioths inspirieren, zum Teil schafft er reagierend darauf neue Werkzyklen oder er kombiniert seine Arbeiten im Dialog mit Arbeiten des 1953 verstorben Künstlers. Magaro nähert sich dabei den Bildmotiven über Figuren, die überzeichnet oder drastisch karikaturistisch, wie auch stereotyp die innerbildliche Erzählung in die Gegenwart katapultieren und ein spannungsvolles Gespräch mit Danioths Malerei aufnehmen.

arttv.ch Beitrag von Carlos Lügstenmann

Bio Valentin Magaro

Vom 14. bis 28. November 2020 findet in der Galerie sam scherrer contemporary die Ausstellung „Welttheater“  von Valtentin Magaro statt.

Ausstellungsansicht Haus für Kunst Uri - Valentin Magaro im Dialog mit Heinrich Danioth 2020; Foto: F.X. Brun
Valentin Magaro, ohne Titel 2020, Buntstift auf Papier, 59 x 42 cm
Valentin Magaro, ohne Titel 2020, Acryl und Tusche auf Papier/Collage, 59 x 42 cm
Valentin Magaro, ohne Titel 2020, Acryl und Tusche auf Papier/Collage, 59 x 42 cm
Ausstellungsansicht Haus für Kunst Uri - Valentin Magaro im Dialog mit Heinrich Danioth; Foto F.X. Brun

Livio Beyeler – Tell me

Im Dachstock zeigt Livio Beyeler die mediale Installation „Tell me“.

Im Rahmen des Tell Jahrs 2020 findet in Altdorf eine mehrteilige Arbeit von Künstler und Regisseur Livio Beyeler satt.

Der erste Teil war eine soziale Intervention im Stadtraum. Der zweite Teil, eine Videoinstallation, die spezifisch fürs Haus für Kunst Uri produziert wurde. Der dritte Teil besteht aus der Inszenierung „Achtung Tell“ fürs Theater Uri.

Livio Beyeler studierte Dramaturgie an der Zürcher Hochschule der Künste und absolvierte einen Master in Kulturmanagement an der Hochschule Luzern für Design und Kunst. Er versteht seine Position sowohl als leitende, kuratierende und produzierende. Seine Inszenierungen, Ausstellungen oder Interventionen sind geleitet von Recherche Gespräche in Institutionen, Bevölkerungsgruppen oder Publika. Wiederkehrend findet dabei das Moment der Teilhabe und der Rezeptionsästhetik einen Schwerpunkt.

Seine Arbeiten wurden unter anderem an der Quadriennale Prag, No Nation Gallery Chicago, Les Récréatrales Burkina Faso, Run Run Shaw Hong Kong, natural habitat museum, TART Zürich, Spieglery Zürich, am Theater am Neumarkt Zürich, Freies Theater Hannover, Theater Uri und diversen Festivals, Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt.
Er entwickelte Performancekonzepte für ZÜRICH TANZT, Neubad Luzern, Lust_Art Basel, Jungkunst Olten, das Stadtraumlabor Pavilleon, Waldhaus Zürich oder Arbeiten im öffentlichen Raum (z.B. Hauptbahnhof Zürich).
Er kuratierte für die Solothurner Literaturtage, das Festival neuzeit.ruine oder die TART Zürich.

Livio Beyeler, "Tell me" Intervention im Stadtraum und Videoinstallation, 2020

ANTON BRUHIN – HAUPTSACHE

Zur Ausstellung Anton Bruhin – Hauptsache

Anton Bruhin, 1949 in Lachen, Kanton Schwyz geboren, in Schübelbach aufgewachsen, lebt und arbeitet in Zürich. Als Maler, Zeichner, Plastiker, Dichter, Musiker und Tüftler ist er ein Universalkünstler. Gerade mit seinen Auftritten als Musiker – mit seiner Maultrommel  – als Performer und Autor fand er früh Beachtung und internationale Anerkennung. Nebst vielen anderen Stipendien und Auszeichnungen hat ihn 2014 das Bundesamt für Kultur mit dem Meret Oppenheim Preis geehrt.

In der Ausstellung im Haus für Kunst Uri zeigt Anton Bruhin seine grossangelegte Serie der «Dämonen» – ein Formenspiel, das an komplexe Gesichter und diabolisch bis lachende Fratzen erinnert. Aber auch Schaltafelköpfe, Holzköpfe, Schönheiten, Porträts und Selbstporträts, Arbeiten in den verschiedensten Medien rund um das Thema Haupt.

Sein vielschichtiges, geradezu ausuferndes Schaffen kümmert sich um keine Modeströmungen und Konventionen, «was ich mache, ist der kindlichen Kreativität vergleichbar. Ich richte mich nicht nach dem, was es rechts und links schon gibt, sondern lasse aus den Dingen selbst etwas entstehen», meinte er lakonisch in einem früheren Interview.

Die Ausstellung gibt Einblick in seine unbändige Spielfreude aber auch in die ernsthafte Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Medium und Genre, die sowohl ältere als auch jüngere Werkzyklen prägen.

Der Filmbeitrag von János Szénogrády schaut dem Künstler bei seiner plain-air Malerei über die Schulter, wir erleben wie Bruhins panoramartigen Landschaften entstehen. Auch zeigen wir den Dokumentarfilm von Iwan Schumacher, Trümpi – Anton Bruhin, der Maultrommler.

Der Schauspieler und Komiker Beat Schlatter, Kunstliebhaber und langjähriger Freund des Künstlers bespricht für uns exquisit Audioguides ungewohnt und überraschend:

Ein virtueller Ausstellungsrundgang von Felix Jungo:

Die Ausstellung wird online in vier Kapitel unterteilt: Dämonen, Holzobjekte, Portraits und Bronzeköpfe. Die Durchgänge und Fenster sind mit dem nächsten Kapitel beschriftet  und mit einem Klick gelangen Sie in den nächsten Bereich.

http://antonbruhin.hausfuerkunsturi.ch

arttv.ch: Filmisches Portrait von Heidi Hiltebrand

Biografie Anton Bruhin

Lesung vom 16. August, 10.30 Uhr

Vom Reisen zwischen inneren und äusseren Welten.

«Friction. Faction. Fiction.» von Kristin T. Schnider, erschienen in der édition sacré von Ricco Bilger, ZH 2019

Eine zweisprachige Lesung mit Kristin T. Schnider und Rafaël Newman

Im November 2019 ist der neue Text der Schriftstellerin Kristin T. Schnider erschienen, aber die geplante Urner Buchtaufe musste um ein paar Monate verschoben werden. Umso schöner ist es, dass die Publikation nun mit einer Lesung im Haus für Kunst Uri vorgestellt wird und gleichzeitig die Ausstellung «Hauptsache», des Schwyzer Künstlers Anton Bruhin gebührend abschliesst.

Auch wenn ein Teil der Geschichte in Istanbul – einer Stadt zwischen den Welten – spielt, so hat der  poetische Text seinen Ursprung im Urner Oberland, wo man das Gebirge so richtig knirschen hört. Es liegt nahe, sich in Wassen – einem Bergdorf zwischen weltverbindenden Verkehrswegen – Welt und Mensch vor dem Hintergrund der Topografie anzuschauen und sich Gedanken über all die Reibungen – frictions –  zu machen, die von Kontinentalverschiebungen bis hin zu den Brüchen in der eigenen Biografie reichen. Besonders stimmig steht im schmalen und von Dieter Kubli stimmig  gestalteten Bändchen dem deutschen Text die englische Übersetzung von Rafaël Newman gegenüber. Kristin T. Schnider und er lesen im Duo der beiden Sprachen vom Reisen und Leben zwischen den Rissen der Welt.

Kristin T. Schnider, Schriftstellerin, Alt-Gemeindepräsidentin von Wassen

Rafaël Newman, Autor und Übersetzer, lebt in Zürich

www.edition-sacre.ch

Anton Bruhin_Holzobjekte
Ausstellungsansicht Haus für Kunst Uri - Anton Bruhin - Hauptsache 2020; Anton Bruhin, Holzobjekte; Foto: F.X. Brun
Anton Bruhin_Serie Dämons u. Holzobjekte
Ausstellungsansicht Haus für Kunst Uri - Anton Bruhin - Hauptsache 2020; Anton Bruhin, Serie Dämone u. div. Holzobjekte; Foto: F.X. Brun
Anton Bruhin_Talkessel Schwyz 1988_Anton Bruhin_Portrait Peter Fischli 1984 Foto F.X. Brun
Ausstellungsansicht Haus für Kunst Uri - Anton Bruhin - Hauptsache 2020; Anton Bruhin, Talkessel Schwyz, 1988, Anton Bruhin, Portrait Peter Fischli, 1984; Foto: F.X. Brun
Anton Bruhin_Anton Bruhin, Bronzeköpfe, je 50 x 20 x 14 cm, Bronze massiv, Herdguss, Unikat
Ausstellungsansicht Haus für Kunst Uri - Anton Bruhin - Hauptsache 2020: im Aussenhof, Anton Bruhin, Bronzeköpfe, je 50 x 20 x 14 cm, Bronze massiv, Herdguss, Unikat; Foto: F.X. Brun

WERK- UND FÖRDERUNGSAUSSTELLUNG 2019

Werk_u_Foerderausstellung_2019_Karte-hinten
Werk_u_Foerderausstellung_2019_Karte-hinten
Plakat und Flyer Jahresausstellung 2019

JAHRESAUSSTELLUNG DER KUNST- UND KULTURSTIFTUNG URI
mit Lea Achermann, Gail 
Bantli, Nina Egli, Franziska Furrer, Corina Gamma, Noëmi Gamma, Margrit Gnos, Samuel Herger, Mary Anne Imhof, Christian Indergand, Cynthia Kaufmann & Adrian Flückiger, Hanspeter Keller, Pascal Murer, Anna Maria Quaderer, Michael Regli, Reto Scheiber, Bertha Shortiss, Lukas Traxel, Esther Tresch Hagenbucher, René Walker, Verni Wyrsch, Martha Ziegler-Betschart

7. Dezember 2019 bis 5. Januar 2020

Kunst- und Kulturstiftung Uri schreibt Atelier und Förderbeiträge 2019 aus

Zum 38. Mal vergibt die Kunst- und Kulturstiftung Werk- und Förderbeiträge. In diesem Jahr können sich Urner Kulturschaffende auch um einen Aufenthalt im Zentralschweizer Atelier in Berlin bewerben. 

Seit 1982 schreibt die Kunst- und Kulturstiftung Uri einmal pro Jahr das Urner Werkjahr sowie Förderungsbeiträge aus. Seit mindestens drei Jahren in Uri wohnhafte Kunst- und Kulturschaffende oder solche, die zu einem früheren Zeitpunkt mindestens acht Jahre in Uri gewohnt haben, können sich um das Urner Werkjahr oder Förderbeiträge bewerben. Eine Heimatberechtigung im Kanton Uri genügt nicht mehr, um sich bewerben zu können. In diesem Jahr kann das neunköpfige Kuratorium wiederum das Zentralschweizer Atelier in Berlin vergeben. Urner Kulturschaffende haben so die Möglichkeit, im Jahr 2021 während mehrerer Monate in Berlin zu leben und zu arbeiten. Neu können sich auch Personen um das Berlin-Atelier bewerben, welche bereits einmal einen Atelieraufenthalt in einer anderen Stadt (New York oder Paris) zugesprochen erhalten haben.

Präsentation der Werke im Haus für Kunst

Den Entscheid über die Vergabe fällt ein neunköpfiges Fachkuratorium unter der Leitung von Elisabeth Fähndrich. Entscheidend für die Vergabe sind die Dokumentation, der Leistungsausweis und die Präsentation der ausgestellten Werke im Haus für Kunst Uri. «Die Ausstellung, die am 7. Dezember 2019 eröffnet wird, wird erneut einen Querschnitt durch das aktuelle Urner Kulturschaffen in den Bereichen bildende Kunst, Musik, Literatur, Tanz, Theater, Film, Foto und Neue Medien zeigen», sagt Kuratoriumspräsidentin Elisabeth Fähndrich. «Ich freue mich auf zahlreiche Bewerbungen.» Die Kunst- und Kulturstiftung Uri sei ein wichtiger Pfeiler in der Urner Kulturlandschaft, so Bildungs- und Kulturdirektor Beat Jörg. «Durch ihre langjährige Förderpraxis hat sich wesentlichen Anteil daran, dass Uri als Kulturkanton gilt.» Das Urner Werkjahr, die höchste Auszeichnung, ist mit 20’000 Franken dotiert. Die Förderungsbeiträge betragen zwischen 4’000 und 10’000 Franken, Projektbeiträge zwischen 2’000 Franken und 6’000 Franken.

Sonderausstellung Adriana Stadler

Im Dezember 2019 wird die Urner Künstlerin Adriana Stadler eine Sonderausstellung im Danioth-Pavillon gestalten können. Den Vorraum zum Danioth-Pavillon gestaltet das Künstlerduo Susanne Schär & Peter Spillmann. Sie konnten 2018 das Zentralschweizer-Atelier in Berlin belegen und werden Ausschnitte aus ihrem aktuellen Schaffen zeigen.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Möbel Muoser für das grosszügige Sachsponsoring.

Auskunft für Medienanfragen: Kunst- und Kulturstiftung Uri, Präsidentin: Elisabeth Fähndrich (Tel. 041 870 84 83, Mail: e.faehndrich@bluewin.ch);
Geschäftsstelle: Ralph Aschwanden (Tel. 041 875 20 96, Mail: ralph.aschwanden@ur.ch)

Laudation Preisvergabe Urs Bugmann

NATUR – ZWISCHEN SEHNSUCHT UND WIRKLICHKEIT

NATUR zwischen Sehnsucht und Wirklichkeit: Cover der Begleitpublikation
NATUR zwischen Sehnsucht und Wirklichkeit: Cover der Begleitpublikation
Cover Rückseite: Isabelle Krieg, Welt am Arsch, 2018 (Objekt) / Vorderseite: Cao Guimarães & Rivane Neuenschwander, Sopro, 2000 (Videostill)

NATUR – Zwischen Sehnsucht und Wirklichkeit

Von Amazonien in die Alpen
36 Positionen

14. September bis 24. November 2019

Die Gruppenausstellung unter der kuratorischen Leitung von Barbara Zürcher und Bruno Z’Graggen (VIDEO WINDOW, Zürich), ist dem Thema Natur gewidmet. Das Projekt will einem breiten Publikum zeigen, wie facettenreich zeitgenössisches Kunstschaffen Natur thematisiert im Zeitalter des Klimawandels, in dem das Verhältnis der Menschheit zur Natur grundlegend hinterfragt wird. Die Ausstellung schlägt unter Miteinbezug brasilianischer Positionen einen weiten Bogen von den Alpen bis zum Regenwald des Amazonas, dem bedeutsamsten Ökosystem unseres Planeten. Es werden 36 Kunstschaffende aus allen medialen Bereichen eingeladen.

Das transdisziplinäre Projekt verbindet Kunst und Wissenschaft. Die Begleitpublikation und ein Teil des Rahmenprogramms (internationale Konferenz, Blockseminar) erfolgen in Kooperation mit dem Literatur- und Kulturwissenschaftler Prof. Boris Previšić von der Universität Luzern und Bruno Z’Graggen. Geistes- und sozialwissenschaftliche Beiträge beleuchten das Verhältnis von Menschen, Kultur und Natur an verschiedenen Orten und im Wandel der Zeit. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Begriffsklärung.

Das universelle Thema Natur ist in zweierlei Hinsicht von spezieller Bedeutung für den Kanton Uri und sein Kunsthaus. Zum einen weist es wegen der erhabenen Präsenz der Landschaft und deren Bedeutung für die Lebenswelt der Menschen eine grosse Relevanz auf. Der Gotthard mit seinen kühnen Transportwegen zur Alpendurchquerung wurde zum Inbegriff eines Naturmythos, den die Tourismusbranche nutzt. Zugleich bedeutet Natur – wie überall – bei aller Faszination eine grosse Herausforderung. Besonders verheerend scheint sich der globale Klimawandel in den Alpen auszuwirken. Trotz des technischen Fortschritts werden unberechenbare Naturgewalten zunehmend zur Gefahr. Augenscheinlichste Beispiele sind Gletscherrückgang, Felsabbrüche oder heftige Unwetter mit Hochwasser, Erdrutschen oder Lawinen.

Das Oeuvre von Danioth steht stellvertretend für eine lange Tradition von Naturdarstellungen in der bildenden Kunst. Landschaft und Natur wurde seit der Renaissance zum eigenständigen Motiv und wird in diese Gruppenausstellung einbezogen.

Eine Katalogpublikation begleitet die Ausstellung. Die Publikation möchte Resultate aus der Forschung sichtbar machen und einer breiteren Öffentlichkeit in verständlicher Sprache vermitteln und wird mit den Arbeiten der Kunstschaffenden bebildert.

Internationale Konferenz, 30. September bis 2. Oktober 2019, Luzern und Altdorf (HfK Uri)

Weitere Informationen und Anmeldung: unilu.ch

Kunstschaffende der Ausstellung: GEORG AERNI, JUDITH ALBERTCLAUDIA ANDUJAR, JOHN ARMLEDER, CAROLINE BACHMANN, SAMMY BALOJI, MABE BETHÔNICO, RODRIGO BRAGA, MAYO BUCHER, CHALET5, HEINRICH DANIOTH, CAETANO DIAS, QUYNH DONG, HANNE VAN DYCK, SASKIA EDENS, MARIANNE ENGEL, LORENZ GELPKE, CAO GUIMARÃES, MARIANNE HALTER & MARIO MARCHISELLA, huber.huber, LEIKO IKEMURA, SILVAN KÄLIN, STEFAN KARRER, ISABELLE KRIEG, SIMON LEDERGERBER, KATJA LOHER, CINTHIA MARCELLE, RIVANE NEUENSCHWANDER, URSULA PALLA, PETER REGLI, MARCEL REUSCHMANN, DORIS SCHMID, ROMAN SIGNER, JÜRG STÄUBLE, JAVIER TÉLLEZ, DANIEL WICKY, WIEDEMANN/METTLER 

Ausstellungsbesprechung von Andreas Kläui, Radio SRF2 Kultur

Weiter Veranstaltungen zum Thema: kulturlandschaft-ow.ch

Ausstellungsansicht_Georg_Aerni-2019
Ausstellungsansicht Haus für Kunst Uri - Natur-Zwischen Sehnsucht und Wirklichkeit 2019; Georg Aerni; Foto: F.X. Brun
Ausstellungsansicht_Wiedemann_Mettler-2019
Ausstellungsansicht Haus für Kunst Uri - Natur-Zwischen Sehnsucht und Wirklichkeit 2019; wiedemann/mettler im Hintergrund; Foto: F.X. Brun
Grossewandzeichnung_huber_huber-2019
Ausstellungsansicht Haus für Kunst Uri - Natur-Zwischen Sehnsucht und Wirklichkeit 2019; Grossewandzeichnung von huber.huber; Foto: F.X. Brun
Ausstellungsansicht_HanneVanDyck_RomanSigner-2019
Ausstellungsansicht Haus für Kunst Uri - Natur-Zwischen Sehnsucht und Wirklichkeit 2019; Hanne Van Dyck, Roman Signer im Vordergrund; Foto: F.X. Brun

KAROLINE SCHREIBER RÄUMT AUF

Karoline_Schreiber_Snuggling-2018_Oelstift_auf_Papier
Karoline_Schreiber_Snuggling-2018_Oelstift_auf_Papier
Ausstellungsansicht Hauf für Kunst Uri - Karoline Schreiber räumt auf 2019; Karoline Schreiber, Snuggling, 2018, Ölstift auf Papier

KAROLINE SCHREIBER RÄUMT AUF

Sommerausstellung

15. Juni bis 18. August 2019

Karoline Schreiber hat im Haus für Kunst Uri eine Einzelausstellung eingerichtet, in der sie ihr Schaffen aus den vergangenen 25 Jahren präsentiert. Begleitend zur retrospektiv angelegten Ausstellung, die auch aktuelle Arbeiten beinhaltet, wird eine Künstlermonografie im Programm der Binding Sélection d’Artistes erscheinen.

Die Künstlerin beschäftigt sich seit bald 30 Jahren mit der Zeichnung und hat dabei unterschiedliche Felder bearbeitet. Entsprechend ihres jeweils vorherrschenden Interesses hat sie sich um unterschiedliche Aspekte ihres Mediums gekümmert. Durch dieses explorative Vorgehen haben sich ihr unzählige Facetten und Möglichkeiten des Zeichnens erschlossen.

Sie arbeitet bewusst in keinem persönlichen Stil, sondern verfolgt vielmehr die Möglichkeiten wandelbarer Erscheinungen der Zeichnung und die daran geknüpften unterschiedlichen Produktionsbedingungen und Lesarten. Sie arbeitet also in verschiedenen Bildsprachen, die durch Tempo, Werkzeug und Technik bestimmt werden. So hat sie beispielsweise eine Methode der automatischen Zeichnung entwickelt, die sich an der écriture automatique orientiert und die aus dem Unbewussten schöpft und intuitiv funktioniert.

In den letzten vier Jahren sind als weitere Möglichkeit der Zeichnung performative Formate hinzugekommen. Bei den performativen Anordnungen interessiert sie das Unmittelbare und Flüchtige. Die Zeichnung zeigt sich in diesem Kontext als wandelbarer, unabgeschlossener und vitaler Prozess – diesem Phänomen widmet sie sich immer wieder von neuem. So wird Karoline Schreiber auch zur Eröffnung ihrer Ausstellung eine Performance mit zeichnerischen Aspekten im Haus für Kunst Uri durchführen.

In der Ausstellung wird auch ihr malerisches Werk partiell integriert. Karoline Schreiber spielt immer wieder mit der gemalten Zeichnung und der gezeichneten Malerei – bestens nachvollziehbar in der Serie Meisterwerke von 1995 bis1999, die nach langer Zeit wieder in der Öffentlichkeit zu sehen sein wird.

Das Atelier der Künstlerin wird für die Ausstellungsdauer 1:1 ins Museum transferiert. Dort wird sie während der Ausstellung versuchen, Ordnung in ihr Chaos zu bringen. Im Gegenzug bietet das leere Atelier in Zürich ihr die Möglichkeit eine Frottage ihres Atelierbodens zu realisieren, die all die Schaffensspuren der letzten Jahre aufnehmen wird. Die Künstlerin feiert an der Eröffnung ihren fünfzigsten Geburtstag. Was dieses Ereignis für eine weibliche Künstlerkarriere heisst, wird sowohl inhaltlich in der Ausstellung als auch im geplanten Künstlerinnengespräch thematisiert.

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Ausstellungsansicht Haus für Kunst Uri - Karoline Schreiber räumt auf 2019; Karoline Schreiber; Foto: F.X. Brun
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Ausstellungsansicht Haus für Kunst Uri - Karoline Schreiber räumt auf 2019; Karoline Schreiber; Foto: F.X. Brun

FURKA – Kunst auf dem Pass ab 1983

Christof_Hirtler_Hotel_Furkablick-2019
Christof_Hirtler_Hotel_Furkablick-2019
Ausstellungsansicht Haus für Kunst Uri - Furka-Kunst auf dem Pass ab 1983, 2019; Christof Hirtler, Hotel Furkablick 2019

Furka – Kunst auf dem Pass ab 1983

Frühlingsausstellung

16. März bis 26. Mai 2019

arttv-Beitrag zur Ausstellung von Janine Rudolf

Das Gebiet der Furka ist rau. Die Szenerie faszinierte Reisende bereits Ende des 19. Jahrhunderts. Sie logierten gerne im 1895 erbauten Hotel Furkablick.

Zwischen 1983 und 1999 setzten über 60 Künstlerinnen und Künstler auf dem Furkapass Zeichen auf Felsen, Gipfel oder Steine, inszenierten Performances und liessen sich vom Ort auf grossartige Weise inspirieren. Das vom Neuenburger Galerist Marc Hostettler rund ums Hotel Furkablick initiierte Projekt Furk’art war pionierhaft und einzigartig.

Das Institut Furkablick hat im Auftrag der Alfred Richterich-Stiftung an das Projekt angeknüpft und unterhält und konserviert seither sowohl die Arbeiten in der Landschaft als auch im Haus. Ein faszinierender Kosmos, fernab der Zentren.

In Zusammenarbeit mit dem Institut Furkablick und der Videocompany sowie den beiden Ko-Kuratoren Christof Hirtler und Thomas Bolli zeigt die Ausstellung Furka – Kunst auf dem Pass ab 1983 das Phänomen Furk’art.  Zu sehen sind nie öffentlich gezeigtes Videomaterial von Performances sowie künstlerische Arbeiten, die im ehemaligen Hotel verblieben sind und seit der Schliessung des Hotelbetriebs nicht mehr einsehbar sind oder noch gar nie zu sehen waren.

Die Ausstellung soll das Bedürfnis wecken, den Ort und die im Aussenraum verbliebenen Kunstwerke im Sommer 2019 selber zu entdecken. Es werden spezielle Führungen angeboten.

Im Hof des HfK Uri wird der Künstler René Zäch *1946, der im Rahmen von Furk`art auf der Passhöhe ein Werk hinterlassen hat, eine Installation realisieren, die eine Verbindung zur Furka aufnehmen wird.

Kunstschaffende der Ausstellung: Abramovic/Ulay, Roger Ackling, Ian Anüll, John Armleder, Joseph Beuys, James Lee Byars, Stanley Brouwn, Daniel Buren, James Lee Byars, Jean Crotti, Luc Deleu, Christian Floquet, Terry Fox, John Hilliard, Jenny Holzer, Kim Jones, Mark Luyten, John Nixon, Jean-Luc Manz, Panamarenko, Michel Ritter, Christoph Rütimann,  Roman Signer, Lawrence Weiner, Anna Winteler, Remy Zaugg, René Zäch und andere

Heinrich Danioth wird mit einer exemplarischen Arbeit in diese Gruppenausstellung miteinbezogen.

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Ausstellungsansicht Haus für Kunst Uri - Furka-Kunst auf dem Pass ab 1983, 2019; Jean-Luc Manz; Foto: F.X. Brun
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Ausstellungsansicht Haus für Kunst Uri - Furka-Kunst auf dem Pass ab 1983, 2019; Stube; Foto: F.X. Brun
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Ausstellungsansicht Haus für Kunst Uri - Furka-Kunst auf dem Pass ab 1983, 2019; Furkart; Foto: F.X. Brun