Werk- und Förderungsausstellung 2012

Plakat und Flyer Jahresausstellung 2012, gestaltet von René Gisler

KUNST- UND KULTURSTIFTUNG HEINRICH DANIOTH
JAHRESAUSSTELLUNG FÜR URNER KÜNSTLERINNEN UND KÜNSTLER

8. bis 22. Dezember 2012

Seit 1982 fördert die Kunst- und Kulturstiftung Heinrich Danioth das Urner Kunstschaffen. Es werden Förderungs-, Projektbeiträge und das sogenannte Urner Werkjahr vergeben und Werkankäufe getätigt. Seit 2000 können sich Urner Künstlerinnen und Künstler alternierend für ein Atelier in New York oder in Berlin bewerben. Diese Atelierstipendien werden im Verbund der Zentralschweizer Kantone vergeben.
Kulturschaffende aus dem Kanton Uri werden auch dieses Jahr für ihre Kunst-, Literatur-, Film- und Musikwerke ausgezeichnet. Mit einer Ausstellung im Haus für Kunst Uri gibt die Stiftung jedes Jahr Einblick in das aktuelle kreative Schaffen. Die Bevökerung ist herzlich zur Übergabefeier mit anschliessendem Apéro eingeladen.

Laudatio von Urs Bugmann

Einladungskarte «31. Jahresausstellung der Kunst- und Kulturstiftung Heinrich Danioth»

André Schuler
Im Vorraum des Danioth Pavillons erhält die vorjährige Stipendiatin oder der vorjährige Stipendiat des Auslandateliers (New York / Berlin) eine «Carte blanche». Dieses Jahr wird es André Schuler sein, der im Frühling 2012 in Berlin weilte.

Heinrich Danioth
Im grossen Saal des Danioth Pavillons werden Heinrich Danioths Darstellungen von Waffen verlängert.

Heinrich Danioth in der Ausstellung «Bang! Bang! Tatort Kunst»

Buchvernissage, 14. Dezember 2012, 18 Uhr

Stefan Banz
ALDO WALKER: LOGOTYP
Mit Marcel Duchamp und William Copley im Hinterkopf

Herausgegeben von Barbara Zürcher und Jürg Nyffeler
Verlag für moderne Kunst Nürnberg, Kunsthalle Marcel Duchamp Nr. 7

Der grosse Schweizer Konzeptkünstler Aldo Walker (1938-2000) würde nächstes Jahr seinen 75. Geburtstag feiern. 1969 nahm er an Harald Szeemanns Ausstellung When Attitudes Become Form teil, die heute zu den bedeutensten des 20. Jahrhunderts gehört. […] Stil und Stillosigkeit gehen eine neue Verbindung ein und lassen etwas entstehen, was es bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht gegeben hat.

Publikation
Aldo Walker im Haus für Kunst Uri:
Aldo Walker auf dem Tandem mit …

BANG! BANG! Tatort Kunst

Wolfgang Ellenrieder, «Sami», 2011, Pigment, Bindemittel und Öl auf MDF, 56 x 54 cm; Courtesy: Filipp Rosbach Galerie, Leipzig

Herbstausstellung

8. September bis 18. November 2012

Eine Gruppenausstellung in Zusammenarbeit mit Andréa Holzherr, Kunsthistorikerin, exhibition manager Magnum Photos und Kuratorin, Paris.

art-tv: Das Kulturfernsehen im Netz
Filmbeitrag

Schlitzohren, Gangster, Intrigen, leichte Beute, Kadaver, Mordwaffen … Bang! Bang! Im Lauf der Geschichte hat das Verbrechen in der Gesellschaft immer sowohl Angst als auch Faszination ausgelöst: von Kain und Abel über Shakespeare zu den letzten Schlagzeilen, Verbrechen haben uns immer schon interessiert. Verbrechen und Gewalt sind ein omnipräsentes Thema in der Populärkultur. Ihre Popularität in Literatur, Film, Zeitungen und TV-Programmen zeigt deutlich: Crime sells!

Seltener als im Film und in der Literatur und nicht immer in erzählerischer Form inspiriert das Verbrechen die bildende Kunst. Angeregt vom Geheimnis, vom Einfallsreichtum der Täter, die das Verbrechen und kriminelle Aktivitäten umgeben, befassen sich seit langem namhafte Künstlerinnen und Künstler mit diesem Thema. Die Ausstellung präsentiert Werke internationaler Kunstschaffender, deren Arbeiten mit dokumentarischen oder fiktiven Ansätzen auf Verbrechen oder Tatorte verweisen.
Die Ausstellungsbesucherinnen und Betrachter, verwickelt in den Prozess der Spekulation und Interpretation, werden zugleich Zeuge und Ermittlerin.

Im Danioth Pavillon zeigen wir Heinrich Danioths Darstellungen von Waffen in überraschendem Kontext.

Kunstschaffende der Arbeiten: Tina Born , Heinrich Danioth, Baptiste Debombourg, Wolfgang Ellenrieder, Philippe Gronon, Crispin Gurholt, Florian Heinke, Patrick Lo Giudice, Anneè Olofsson, Philippe Perrin, Joachim Schmid, Veronika Veit, Martina von Meyenburg, Petra Warrass, Brigitte Zieger

Philippe_Perrin_Nice is Nice-2001
Philippe Perrin, «NICE IS NICE», 2001, s/w Fotografie, 180 x 120 cm; Courtesy: Fondation Brownstone, Paris
Brigitte_Zieger_Women_are
Brigitte Zieger, «Women are different from men», 2011, gedruckt mit eye-dust und glitter; Courtesy: Galerie Odile Ouizeman

Kunst fürs Büro? – Einblicke in die Kunstsammlung des Kantons Uri

Franz Fedier, «Hafen von Oran», 1951, Gouache, 34.4 x 57 cm

Sommerausstellung

16. Juni bis 19. August 2012

art-tv: Das Kulturfernsehen im Netz
Filmbeitrag

In Zusammenarbeit mit Dr. Rolf Aebersold, Staatsarchivar und Betreuer der kantonalen Kunstsammlung Uri

Schon seit Jahrhunderten bewahrt der Kanton Uri Objekte, die dem Alltagsgebrauch aus irgendwelchen Gründen entzogen wurden, auf. Dazu gehören alte Schlachten-Banner und Kanonen, wie auch Siegel-Stempel und Gerätschaften aus dem Verwaltungsgebrauch. Diese Objekte, früher «Staatsaltertümer» genannt, bilden den Ausgangspunkt der heutigen Sammlung. Als Folge früherer hoheitlicher Rechte sind auch – allerdings in beschränkter Anzahl, aber von exklusiver Art – Münzen und Medaillen in die Obhut des Staatsarchivs gelangt. In jüngerer Zeit kamen archäologische Bodenfunde dazu.

Insbesondere nach dem 2. Weltkrieg begann der Regierungsrat ab und zu und dann immer häufiger Kunstwerke von Urner Kunstschaffenden zu erwerben: Werkankäufe verstorbener Künstlerinnen und Künstler aus Privatbesitz, Ankäufe aus dem aktuellen Schaffen an Ausstellungen, in den Ateliers oder an Auktionen. Daraus entstand eine umfangreiche Sammlung von circa 1‘500 Werken bildender Kunst.

Die Sammlung hätte nie den heutigen Umfang erreichen können, wenn nicht grosszügige Schenkungen den Bestand ergänzt hätten. Oft ist die kantonale Kunstsammlung Nutzniesserin, wenn Haushalte aufgelöst werden. Auch der Eingang mehrerer umfangreicher Künstler-Nachlässe hat das Wachstum der Kunstsammlung gefördert.
Auch wenn die Sammlung als Ganzes sehr heterogen zusammengesetzt ist, haben doch alle Arbeiten – mit ganz wenigen Ausnahmen wie Geschenke – einen funktionalen oder inneren Bezug zum Kanton und damit zur Urner Kulturgeschichte.
Des Weiteren ist es ein Anliegen des Staatsarchivars, dass die Exponate möglichst in Verwaltungsräumen, Sitzungszimmern und Büros platziert werden können und eine gewisse Öffentlichkeit erreichen.

Mit dieser Ausstellung, die eine Auswahl von circa 150 Kunstwerken zeigt, wird das Engagement des Kantons Uri für die bildende Kunst gewürdigt.

Der Danioth Pavillon ist in die Ausstellung integriert und überraschende Arbeiten von Heinrich Danioth aus Kantonsbesitz sind in diversen Räumen zu sehen.

Danioth Pavillon: Entwürfe für Urner Trachten-Blusen

Kunstschaffende der Arbeiten: Konrad Abegg, Lea Achermann, Bruno Altner, Anonymi, Heidi Arnold, Margrit Aschwanden, August Babberger, Franz Bär, Pierino Baldelli, Jürg Benninger, Laimon Berlinger, Uriel Berlinger, Gabriela Bonetti Bär, Edmund Caviezel, Heinrich Danioth, Ferdinand Della Pietra, Hans Dettling, Felix Maria Diogg, Thomas Dittli, Lisa Enderli, Franz Fedier, Charles Gerig, René Gisler, Eduard Gubler, Andreas Hör, Urs Huber, Werner-Caspar Huber, Mary Anne Imhof, Karl Iten, Caspar Käsli-Schulthess, Josua Klän, Adolf Kreuzer, Marianne Kuster-Tresch, Charles L’Éplattenier, Louis Lussmann, Ludwig Lussmann, Beatrice Maritz, Marlène Marty-Epp, Gertrud von Mentlen, Marietta Merz-Haas, Andrea Muheim, Mundy Nussbaumer, Mirjana Prvulovic, Eugen Püntener, Anita Regli, Peter Regli, Gedeon Renner, Hans Sandreuter, Reto Scheiber, Luca Schenardi, Felix Schenker, Erna Schillig, Adriana Stadler, Thomas Stadler, Erwin Steinemann, Ernst Stückelberg, Anton Walker, Johannes Weber, Andreas Wegmann, Hans Beat Wieland, Werner Paul Witschi, Anna-Trix Zgraggen, Maria Zgraggen, Maria Magdalena Z’Graggen

Projekt der Kunstvermittlung zum Thema Sammeln
Hörstation
Die Dinge sind da, um gefunden zu werden. 
Frei nach Pippi Langstrumpf  


KfB_Franz_Baer_Eugen_Puentener_Heinrich_Danioth
Ausstellungsansicht Haus für Kunst Uri - Kunst fürs Büro? 2012; Franz Bär, Maria mit Jesuskind 1946, Franz Bär, Sei getreu bis in den Tod 1938, Eugen Püntener, Franz von Assis mit Vögelchen auf der linken Schulter 1937, Heinrich Danioth, Segnung 1953
KfB_Heinrich_Danioth_Trachtenentwuerfe_Stickereien
Ausstellungsansicht Haus für Kunst Uri - Kunst fürs Büro? 2012; Heinrich Danioth, Entwürfe für Stickereien, 1936/39, Heinrich Danioth, Stickerei-Entwurf 1936/39 Heinrich Danioth, Stickerei-Entwurf für Trachtenbluse 1936/39 Heinrich Danioth, Trachten-Blusen-Entwürfe 1936/39, Heinrich Danioth, Entwurf für Stickerei, 1936/39
Ferdinand_Della_Pietra_1953_1951_Maria_Zgraggen_ohne_Titel2003
Ausstellungsansicht Haus für Kunst Uri - Kunst fürs Büro? 2012; Ferdinand Della Pietra, Alter "Seehof" in Seedorf 1953 und Der Garten im Rosenberg um 1951, Maria Zgraggen, ohne Titel 2003

Willy Spiller – Stromschnellen der Freiheit Fotografie und Experimentalfilm

WillySpiller_Zuercher_Unruhen_1968_Quaibruecke
WillySpiller_Zuercher_Unruhen_1968_Quaibruecke
Ausstellungsansicht Haus für Kunst Uri - Stromschnellen der Freiheit 2012; Willy Spiller, Zürcher Unruhen - Quaibrücke Zürich, 1968

Frühlingsausstellung

10. März bis 20. Mai 2012

Willy Spiller (*1947, Zürich) schliesst 1968 die Fotofachklasse an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich (ZHDK) ab. Anschliessend folgen ausgedehnte Aufenthalte in Mailand und sechs Jahre in New York. Als Bildjournalist und freischaffender Fotograf arbeitet er seit 45 Jahren im Auftrag von weltweit führenden Zeitungen, Magazinen, Agenturen und für internationale Unternehmen. Mit eigenständiger, künstlerischer Handschrift und präzisem Blick eines Journalisten dokumentiert er schweizerische und internationale Persönlichkeiten der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und gleichermassen die Schweiz – zwischen Dokumentation und Impression. Sein vielfältiges Wirken umfasst so genannte Kunstfotografie, Bildjournalismus, Unternehmensfotografie und experimentelle Filme. Gerade diese Verschmelzung der Genres ist die grosse Qualität seiner Arbeit. Während vieler Jahre reist Spiller durch die Welt, unterwegs mit Freunden aus Literatur und Kunst.

Der Schriftsteller Paul Nizon schreibt über Willy Spiller:
«Ich habe mich oft gefragt, was Willy Spillers Fotografie so unverblümt und lebensfrisch, so packend erscheinen lässt, noch aus langjährigem Abstand. Ich glaube, es ist ein Gemisch aus schamloser Neugier und schurkischer Komplizität, aber auch brüderlicher Kompassion. Spiller ist der Inbegriff des Kopfjägers, will sagen, er ist der menschlichen Komödie oder besser Tragikomödie auf der Spur, immer von der Frage geleitet, wie sie es bloss schaffen, sich durchzumogeln und durchzubeissen durch den Jahrmarkt des Lebens (das Jammertal), die Kleinen und Grossen, die Blender und Dulder, die Opfer, die Stars mit den falschen Zähnen, die LEUTE.»

Die Ausstellung im HfK Uri ist die erste umfassende Einzelpräsentation von Willy Spillers Arbeit in einer öffentlichen schweizerischen Institution. Die Ausstellung gibt Einblick in gesellschaftliche Vorgänge – Wahlen, Feste, Rituale, Demos. Gradmesser ist der Begriff Freiheit. Diese Freiheit – oder ihr Gegenteil – spiegelt sich auch in den Foto-Essays über Auswanderer, Flüchtlinge, Randständige, Künstlerinnen und Künstler. In ihrem lockeren Rhythmus, raschen Wechsel und ihren fragmentarischen Szenen spricht die Ausstellung die Sprache der Gegenwart, zwischen Dokumentation und Impression.

Zur Ausstellung erscheint eine magazinartige Begleitpublikation mit Texten von Daniele Muscionico und Stefan Zweifel.

mehr zu Willy Spiller

DANIOTH PAVILLON: HEINRICH DANIOTH Schnitzelbankhelgen

Im Danioth Pavillon zeigen wir grossformatige, satirisch freche Schnitzelbankhelgen. Heinrich Danioth malte sie im Jahre 1934. An geselligen Abenden oder Generalversammlungen des Alpenklubs wurden zur Unterhaltung Schnitzelbänke aufgeführt, in denen vor allem Vereinsmitglieder aufs Korn genommen wurden.
Die im Danioth Pavillon ausgestellten Helgen aus dem Jahre 1934 waren über drei Generationen hinweg auf einem Dachboden in Altdorf aufbewahrt worden und gingen 2011 an die Kunstsammlung der Dätwyler Stiftung.

Viele Schnitzelbänke schrieb und gestaltete Heinrich Danioth auch für die «Nächstenliebe», deren Mitglied er war und die Anfang letzten Jahrhunderts den Samichlaus und die Fasnacht zu organisieren begannen. Letztere wurde in Altdorf in den zwanziger Jahren zu wesentlichen Teilen von Heinrich Danioth geprägt. Er bezeichnete sie selber als «zauberhaft apokalyptische Tage». Sein angeborener Hang zum Spott und die unbändige Lust zur Satire konnte er während der Fasnacht kreativ ausleben.

Heinrich Danioth – Schnitzelbankhelgen

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Ausstellungsansicht Haus für Kunst Uri - Stromschnellen der Freiheit 2012; Willy Spiller, Bündner Tracht 1994
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Ausstellungsansicht Haus für Kunst Uri - Stromschnellen der Freiheit 2012; Willy Spiller, Bilder eines Lokalreporters 1972-1977 Salon Klick Fick

Werk- und Förderungsausstellung 2011

Plakat Jahresausstellung 2011, gestaltet von Maria Magdalena Z'Graggen

KUNST- UND KULTURSTIFTUNG HEINRICH DANIOTH
JAHRESAUSSTELLUNG FÜR URNER KÜNSTLERINNEN UND KÜNSTLER

8. bis 18. Dezember 2011

Seit 1982 fördert die Kunst- und Kulturstiftung Heinrich Danioth das Urner Kunstschaffen in Form von Förderungs- und Projektbeiträgen, dem sogenannten Urner Werkjahr und Werkankäufen. Seit 2000 können sich Urner Künstlerinnen und Künstler alternierend für ein Atelier in New York oder in Berlin bewerben, im Verbund der Zentralschweizer Kantone. Kulturschaffende aus dem Kanton Uri werden auch dieses Jahr für ihre Kunst-, Literatur-, Film- und Musikwerke ausgezeichnet. Mit einer Ausstellung im Haus für Kunst Uri gibt die Stiftung jedes Jahr Einblick in das aktuelle kreative Schaffen. Die Bevökerung ist herzlich zur Übergabefeier mit anschliessendem Apéro eingeladen.

SONDERAUSSTELLUNG 30 JAHRE KUNST- UND KULTURSTIFTUNG HEINRICH DANIOTH: AUSSTELLUNGSPLAKATE

Die 1981 ins Leben gerufene Stiftung geht auf eine Initiative des damaligen Danioth-Rings, des heutigen Kunstvereins Uri zurück. An der dreissigsten Jahresausstellung werden nun im Danioth-Pavillon erstmals die fast vollzähligen Ausstellungsplakate der Stiftung zu sehen sein, die bisher ohne Öffentlichkeit im Staatsarchiv Uri ruhten.

Weiter im Danioth Pavillon:

ZEICHNUNGEN UND SKIZZEN VON HEINRICH DANIOTH

Zeichnungen und Skizzen von Heinrich Danioth

Vernissage und Preisübergabe
Samstag, 10. Dezember 2011, 17 Uhr

Begrüssung
Barbara Zürcher, Direktorin/Kuratorin HfK Uri
Cornel Betschart, Präsident Kuratorium Heinrich Danioth-Stiftung

Musikalischer Beitrag
Dave Gisler, letzter Atelierstipendiat in New York

Laudatio
Übergabe der Werk- und Förderungsbeiträge 2011
Urs Bugmann, Kulturredaktor NLZ
Laudatio von Urs Bugmann

Goldener Uristier
Regierungsrat Josef Arnold wir diese Auszeichnung an drei verdiente Urner Kulturpersönlichkeite überreichen: Peter Baumann, Altdorf; Kurt Zurfluh, Altdorf; Franz Pfister, Luzern

Apéro
Offeriert vom Regierungsrat des Kantons Uri.
Die Bevölkerung ist herzlich eingeladen.

Ausschreibung der Kunst- und Kulturstiftung Heinrich Danioth
Einladungskarte
Kunst- und Kulturstiftung Heinrich Danioth

Aldo Walker auf dem Tandem mit …

Aldo Walker, «Logotyp VIII», 1976, Gips und Eisen, Kopf und Teller: 41 x 30 x 41 cm; Kanne: 22.5 x 17 x 8.5 cm; Kunstmuseum Luzern

Herbstausstellung

17. September bis 27. November 2011

ANNA GRABER REINHOLD, CARINA JOHNER, VERA KLUSER,
MARTINA LUSSI & ANAÏS STRÜBIN, JEAN-RAPHAËL RUFF,
ANNA-LISA SCHNEEBERGER, SARAH WIRTH: Hochschule Luzern – Design & Kunst

DANIOTH PAVILLON: HEINRICH DANIOTH, Skizzen und Zeichnungen

TANDEM ist ein Ausstellungs- und Vermittlungsprojekt, das vom Schweizer Kunstverein und der Hochschule Luzern – Design & Kunst in Zusammenarbeit mit vier Zentralschweizer Institutionen – Sankt Urbanhof Sursee, Museum Bruder Klaus Sachseln, Nidwaldner Museum in Stans und Haus für Kunst Uri in Altdorf – initiiert wurde.

TANDEM widmet sich einer vergangenen, von Mythen umrankten Zeit vor vier Jahrzehnten, als während einer verhältnismässig kurzen Zeitspanne in der Innerschweiz ein dazumal wenig fassbarer, doch entschieden eigensinniger Stil im damaligen Kunstgeschehen ausgemacht werden konnte: die INNERSCHWEIZER INNERLICHKEIT.

Dieser künstlerische Ausdruck einer Innerschweizer Mentalität, die in den Gattungen Zeichnung, Skulptur und Objektgestaltung sowie in der Installation zu finden war, wurde vom damaligen Direktor des Kunstmuseums Luzern, Jean-Christophe Ammann, mit forschender Neugierde ausfindig gemacht und einem internationalen, jungen Zeitgeschehen zur Seite gestellt. Der Zeitgeist der noch nicht lange verflossenen späten 60er und frühen 70er Jahre hat die Individuen in ihrer Zeit in neuer, ja ungeahnter Weise geprägt – und mit ihnen die kreativen Kräfte. Vom gegensätzlichen Leitmotiv «Internationalismus–Regionalismus» gezeichnet, entstand ein ausserordentliches, von Aufbruch geprägtes Spannungsfeld, das die damalige Innerschweizer Kulturszene für einige bedeutende Jahre in fruchtbarer Weise prägte.

TANDEM: Die künstlerischen Strategien und Ausdrucksweisen vor 40 Jahren und die heutigen Recherchen und Sichtweisen werfen Fragen auf. In welcher Weise können zwei unterschiedliche Generationen, die auf den ersten Blick ganz anderen Bedingungen gehorchen, einander verstehen, miteinander weitergehen? In welcher Weise vermag sich ihr Weltverständnis und ihre Kulturproduktion zu finden – wo stehen sie einander fassungslos gegenüber? Kann eine gewisse Kontinuität ausgemacht werden, wie es das Projekt TANDEM als Ausgangspunkt in Form eines Experiments für sich beansprucht? Finden sich Würdigungen, Wahlverwandtschaften, Neuformulierungen oder wohl formulierte Strategien bei den 24 jungen Kunstschaffenden aus der Hochschule Luzern – Design & Kunst, die sich mit Altmeistern ihrer Grosseltern-Generation im damaligen Innerschweizer Kulturraum auseinandersetzen? Zugrunde liegt vielleicht die Erkenntnis, dass es gerade diese ältere Generation war, die der zeitgenössischen Kunst die Basis bereitet hat. Schlussendlich: Wie lange dauert unsere Gegenwart im Zeitgenössischen, und was hat die Jugend von damals der Jugend von heute zu übermitteln?

TANDEM versteht sich als Experiment auf verschiedensten Ebenen: Erstmalig finden sich fünf Innerschweizer Institutionen zusammen, um im Rahmen eines übergreifenden Konzeptes eine Synergie einzugehen, die jeweils einen besonderen Aspekt der INNERSCHWEIZER INNERLICHKEIT (oder ihrer Antipoden) herausgreift und diesen individuell mit jungen Kunstschaffenden aus der Hochschule Luzern – Design & Kunst bearbeitet.

In diesem Sinne ehrt das Haus für Kunst Uri den Urner Künstler Aldo Walker (1938–2000), der mit seinen eigensinnigen Bild- und Objektgestaltungen die jungen Künstler/innen – Anaïs Strübin und Martina Lussi, Anna Graber Reinhold, Anna-Lisa Schneeberger, Carina Johner, Jean-Raphaël Ruff, Sarah Wirth, Vera Kluser – zu anderen Betrachtungsweisen verführt.

Aldo Walker könnte man als einen frühen Vertreter der Konzeptkunst bezeichnen, der in den 80er Jahren auf der Höhe seines Erfolgs steht. 1986 vertritt er zusammen mit John M. Armleder die Schweiz auf der Biennale von Venedig. Sein Werk ist ebenso vielfältig wie experimentell und umfasst Malerei, Installationen, Objekte und kunsttheoretische Texte, die sich mit Fragen der Wahrnehmung befassen.

Zur Gruppenausstellung erscheint im Verlag Martin Wallimann eine gemeinsame Begleitpublikation mit allen Projekten und weiterführenden Texten, CHF 28.

Mehr zum Projekt TANDEM

TANDEM in der Tagesschau des Schweizer Fernsehens

«Kaffeefahrt»
Ein komfortabler Car fährt Sie bequem zu den TANDEM-Orten Sachseln, Stans, Sursee, Altdorf und Luzern, wo Führungen durch die Ausstellungen angeboten werden. Doch damit nicht genug!
An Bord des Reisecars erwartet Sie ein verheissungsvoller und gleichzeitig rätselhafter Gewinn: Innerschweizer Innerlichkeit!

Fahrplan Kaffeefahrt

Trailer zu den Kaffeefahrten

Kaffeefahrt im Zentralschweizer Fernsehen Tele1
Im Beitrag vom 13.10.2011

Der Danioth Pavillon ist in die Ausstellung integriert. Zu sehen sind Skizzen und Zeichnungen von Heinrich Danioth (1896-1953), die noch nie ausgestellt wurden und in neuer Rahmung präsentiert werden. Gerade bei diesen Arbeiten zeigt sich Danioths Virtuosität im Umgang mit Themen und seine vielseitige Handschrift.

Kunstschaffende der Arbeiten: Aldo Walker, Anna Graber Reinhold, Carina Johner, Vera Kluser, Martina Lussi & Anaïs Strübin, Jean-Raphaël Ruff, Anna-Lisa Schneeberger, Sarah Wirth

Heinrich Danioth, Zeichnungen

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Ausstellungsansicht Haus für Kunst Uri - Aldo Walker auf dem Tamdem mit... 2011; Aldo Walker, Der Vater und sein Sohn 1982
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Ausstellungsansicht Haus für Kunst Uri - Aldo Walker auf dem Tamdem mit... 2011; Aldo Walker (hinten), Carina Johner (vorne)

Viel Lärm um Alles

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Viel_Laerm_um_Alles_Mat_Collishaw_Caro_Suerkemper
Ausstellungsansicht Haus für Kunst Uri - Viel Lärm um Alles 2011; Mat Collishaw, Beast in me, Caro Suerkemper, «P2-2009», «P1-2009», «P1-2010»

Sommerausstellung

18. Juni bis 28. August 2011

Barockes in der zeitgenössischen Kunst

Danioth Pavillon: Heinrich Danioth, Porträtmalerei

In Zusammenarbeit mit Alpentöne:
Samstag, 13. August, 14 Uhr
Barock solo I, Nikita Pfister (Hackbrett)
Samstag, 13. August, 17.30 Uhr
Barock solo II, Christine Lauterburg (Violine, Stimme)
Sonntag, 14. August, 16.15 Uhr
Barock solo III, Matthias Loibner (Drehleier)

Barockes trifft den Zeitgeist von heute präziser, als wir das auf den ersten Blick vermuten würden. Von einer kunsthistorischen Schlüsselepoche (ca. 1590–1750), deren Ende über zwei Jahrhunderte zurückliegt, überrascht dies umso mehr. Führen wir uns die barocken Gestaltungsprinzipien und die inhaltlichen Analogien vor Augen, verdeutlicht sich, wie verbreitet Barockes heutzutage auftritt. Die Gemeinsamkeiten von damals und heute lassen sich frei nach William Shakespeare mit der Formel «Viel Lärm um Alles» zusammenfassen. Die barocke Epoche war und die Gegenwart ist eine laute Zeit.

Das Erheischen von Aufmerksamkeit ist oberstes Gebot in unserer penetrant mediatisierten und ökonomisierten Lebenswelt. Ausgefallene und verführerische PR- und Marketingstrategien beabsichtigen, Einschaltquoten zu erhöhen, Konsumenten oder Kunden zu gewinnen. Ein ritualisierter Star- und Personenkult treibt extravagante Blüten. Körperkult, Erotisierung und Sexualisierung haben nahezu alle Lebensbereiche erfasst. Im Barockzeitalter galt es in erster Linie, die Menschen in der Religionsfrage zu überzeugen und sie zum «richtigen» Glauben zu lenken oder dabei zu halten. Die barocke Darstellungsweise lebt von Dynamik und Spannung, verknüpft mit dem Willen zu verführerischer Wirksamkeit mittels Übersteigerung, Täuschung und eines theatralischen Hanges zur Inszenierung. Wichtige Stilmittel sind dramatische Narration und Gestik, hervorgehoben durch eine effektvolle Lichtführung mit pathetischen Hell-Dunkel-Kontrasten und einer entfesselten Farbigkeit, die stoffliche Plastizität und Emotionalität erzeugen.

Seit dem Ende der grossen Avantgarde-Bewegungen Mitte der Siebzigerjahre des letzten Jahrhunderts und mit dem Anbruch der Postmoderne nehmen Künstlerinnen und Künstler vermehrt auf kunsthistorische Strömungen Bezug. Der Barock scheint dabei eine besondere Stellung einzunehmen. «Viel Lärm um Alles» zeigt dies anhand von 21 Positionen aus dem In- und Ausland. Mit «Viel Lärm um Alles» wird erstmals eine Ausstellung zu dieser Thematik in der Zentralschweiz präsentiert, einer katholischen Region mit einem reichhaltigen barocken Erbe. Das Haus für Kunst Uri bildet die Bühne für Werke, die den Fokus auf folgende Themenkreise richten: Körperlichkeit und Ekstase, Inszenierung und Starkult, Illusion und Sehnsucht, Wissenschaftlichkeit und künstlerischer Gestus – und das Ende von Allem.

Die Ausstellung wurde von Bruno Z’Graggen, freier Kurator und Barbara Zürcher kuratiert.

Zur Gruppenausstellung erscheint die gleichnamige von Iza Hren gestaltete Begleitpublikation.

Der Danioth Pavillon ist in die Ausstellung «Viel Lärm um Alles» integriert. Es sind weiterhin Porträts von Heinrich Danioth (1896–1953) zu sehen.
Auf den Reigen seiner Porträts entsteht jedoch durch die Neuinszenierung eine andere Sichtweise. Er wird unter anderem zur assoziativen Tischgesellschaft von Pipilotti Rist’s Installation  «Emily, I’m Gonna Write Your Name High On The Silverscreen» von 1996/97.

Danioth Pavillon, Porträts von Heinrich Danioth

Kunstschaffende der Arbeiten: Judith Albert, Sonja Alhäuser, Mat Collishaw, Claudette Ebnoether, Armen Eloyan, Klodin Erb, Monica Ursina Jäger, Dirk Koy, Isabelle Krieg, Georgette Maag, Rémy Markowitsch, Stephan Melzl, Marlies Pekarek, Pipilotti Rist, Terry Rodgers, Peter Roesch, Dieter Roth, Anina Schenker, Caro Suerkemper, Una Szeemann, Jean Tinguely

Viel_Laerm_um_Alles_PipilottiRist2011
Ausstellungsansicht Haus für Kunst Uri - Viel Lärm um Alles 2011; Pipilotti Rist 2011
Viel_Laerm_um_Alles_Anina_Schenker
Ausstellungsansicht Haus für Kunst Uri - Viel Lärm um Alles 2011; Anina Schenker, from dusk till dawn

Inszenierungen und andere Spiele

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KatrinFreisager_Las_Meninas_4.jpg
Katrin Freisager, «Las Meninas», 2004/11, Fotografie, C-Print / Diasec; Courtesy: Galerie Elisabeth Staffelbach, Zürich

Frühlingsausstellung

12. März bis 22. Mai 2011

Katrin Freisager, Fotografie
Urs Marty, Fotografie
Una Szeemann & Bohdan Stehlik, Video und Rauminstallation

Im Danioth Pavillon: Porträts von Heinrich Danioth, Malerei

art-tv: Das Kulturfernsehen im Netz
Filmbeitrag

Katrin Freisager nimmt prominent Raum ein in dieser Gruppenausstellung und zeigt unter anderem zum ersten Mal in einer öffentlichen Institution in Europa ihre mehrteilige Fotoarbeit «Las Meninas», «Die Hoffräulein», benannt nach einem Bild des spanischen Malers Diego Velásquez (1599–1660).

Katrin Freisager verschreibt sich dem Hybriden, dem Spiel mit der Grenze zum Künstlichen. Ihre Arbeiten zeigen Figuren, die bisweilen zu entschweben scheinen. Der Blick auf ihre unterschiedlichen Werkgruppen konzentriert sich auf ein mehrfaches «Dazwischen»: Rollen werden angespielt und aufgelöst, Räume aus ihrer Immobilität gelockt und dynamisiert, die Betrachter werden verführt und irregeführt. Diese Arbeiten in ihrer ganz speziellen Farbigkeit werden an mehreren Orten im Haus für Kunst Uri den Schwarz-Weiss-Fotografien von Urs Marty (geb. 1942 in Altdorf, gest. 2003 in Zürich; langjähriger Dozent an der Hochschule Luzern) gegenübergestellt.

Den spärlich verbürgten Fakten steht der substantielle Nachlass Urs Martys gegenüber, der eine Fülle intensiver Bilder aus unterschiedlichsten Lebensbereichen versammelt. Es handelt sich um ein bis anhin wenig bekanntes Werk, das von Reiseimpressionen bis zu Porträts und nicht zuletzt zu allgegenwärtigen Exkursionen in die disparat schillernden Welten des Milieus reicht.

Die Fotos zeigen mit Einfühlung die Welt der käuflichen Frauen, in den Zeiten des Wartens, beim Rumhängen, Kaffeekochen, Sich-Umziehen und Vorbereiten. Es ist offenkundig, dass der Fotograf nicht als distanzierter Voyeur am Werk war, sondern mehr als Komplize, wenn nicht sogar als ein Vertrauter. Es offenbart sich hier eine vielfältige Welt von Gegensätzen, immer aber begegnen wir in Urs Martys Fotografien der rastlosen und doch scharfsichtigen Perspektive eines getriebenen Traumtänzers.

Im Digitalen Dachstock des HfK Uri ist die grossformatige Videoinstallation «Faded Majesty» von Una Szeemann & Bohdan Stehlik (geb. 1975 / geb. 1973) zu sehen. Die poetische Dreikanal-Videoprojektion zeigt weisse Hirsche, die sich in höchst ungewöhnlichen Architekturen bewegen. Sie stehen in verlassenen Gassen Sevillas, rennen durch Strassenschluchten, besuchen Museen und Kirchen. Sie sind die einzigen Bewohner des menschenleeren Europas. Dabei wird das Thema Natur/Kultur/Künstlichkeit nochmals auf ganz eigene Weise auf die Spitze getrieben. Das Künstlerpaar hat ferner die Installation «Dark Movies» für den Vorraum des Danioth Pavillons erarbeitet und präsentiert den Videofilme «never even».

Das Thema der Inszenierung wird von den drei ausgestellten künstlerischen Positionen formal wie inhaltlich ganz unterschiedlich aufgefächert – der Umgang mit dem Körper, der Körperlichkeit steht dabei im Fokus der Rezeption.

Der Danioth Pavillon ist in die Ausstellung integriert. Im grossen Saal sind Porträts von Heinrich Danioth zu sehen.

Kunstschaffende der Arbeiten:
Katrin Freisager

Urs Marty
Una Szeemann & Bohdan Stehlik
Heinrich Danioth

Zentralschweizer Fernsehen
Sendung Kultur
Beitrag: 17. März 2011; 2. Teil von: Kultur – Magazin / Benefizkonzert – Hilfe für Anita

Kartenset: Katrin Freisager – Las Meninas

Urs_Marty
Ausstellungsansicht Haus für Kunst Uri - Inszenierungen und andere Spiele 2011; Urs Marty
Una_Szeemann&Bohdan_Stehlik
Ausstellungsansicht Haus für Kunst Uri - Inszenierungen und andere Spiele 2011; Una Szeemann & Bohdan Stehlik

Werk- und Förderungsausstellung 2010

Plakat_DaniothStiftung_2010_RetoScheiber
Plakat_DaniothStiftung_2010_RetoScheiber
Plakat und Flyer Jahresausstellung 2010

Kunst- und Kulturstiftung Heinrich Danioth
Jahresausstellung für Urner Künstlerinnen und Künstler

2. bis 19. Dezember 2010

Seit 1982 vergibt die Urner Kunst- und Kulturstiftung Heinrich Danioth Ausland-Ateliers, das Urner Werkjahr und Förderbeiträge. Kulturschaffende aus dem Kanton Uri werden auch dieses Jahr für ihre Kunst-, Literatur-, Film-, Tanz- und Musikwerke ausgezeichnet. Mit einer öffentlichen Ausstellung im Haus für Kunst Uri zeigt die Stiftung der Bevölkerung jedes Jahr das aktuelle kreative Schaffen. An der Übergabefeier und beim Apéro kommen die Besucherinnen und Besucher in direkten Kontakt mit den Preisträgerinnen und Preisträgern.

Preisübergabe
Samstag, 4. Dezember, 17 Uhr

Begrüssung
Cornel Betschart, Präsident Kuratorium Heinrich Danioth-Stiftung

Laudatio
Übergabe der Werk- und Förderungsbeiträge 2010
Urs Bugmann, Kulturredaktor NLZ
Laudatio von Urs Bugmann

Grussbotschaft
Regierungsrätin Heidi Z’graggen, Justizdirektorin

Apéro
Offeriert vom Regierungsrat des Kantons Uri
Die Bevölkerung ist herzlich eingeladen.

Kuratorium
Ausschreibungsunterlagen
Medienorientierung
Medienmitteilung

DANIEL WICKY

Im Vorraum des Danioth Pavillons erhält die vorjährige Stipendiatin oder der vorjährige Stipendiat des Auslandateliers (New York / Berlin) eine «Carte blanche». Dieses Jahr wird es Daniel Wicky sein, der im Winter 2008/09 in Berlin weilte.

Daniel Wicky

HEINRICH DANIOTH

Im grossen Saal des Danioth Pavillons wird das satirische Werk von Heinrich Danioth zu sehen sein.

Heinrich Danioth, satirisches Werk

«Am Schönsten ist das Gleichgewicht, kurz bevor’s zusammenbricht.» (Fischli/Weiss)

Anna & Bernhard Blume, aus der Serie "Im Wald – Metaphysik ist Männersache III", analog fotografiert, 1989–1991
Anna & Bernhard Blume, aus der Serie "Im Wald – Metaphysik ist Männersache III", analog fotografiert, 1989–1991
Anna & Bernhard Blume, aus der Serie "Im Wald – Metaphysik ist Männersache III", analog fotografiert, 1989–1991

Herbstausstellung

11. September bis 21. November 2010

Eine Gruppenausstellung zu Verspieltheit und Humor in der zeitgenössischen Kunst

art-tv: Das Kulturfernsehen im Netz
Filmbeitrag

In der Kunst hat der Humor einen schwierigen Stand und kommt entsprechend selten in der Kunstgeschichte vor. Die Dadaisten machten sich den Humor explizit zu Eigen, er bot ihnen die Möglichkeit zu feiner Kritik. Später nutzten ihn die Surrealisten als Zerrspiegel. Seit Sigmund Freud gilt er als eine Manifestation von ins Unbewusste abgedrängten Triebimpulsen, die gegen gesellschaftlich sanktionierte Normen verstossen. Mittels Humor lassen sich die verdrängten, unterschwelligen Anteile des Selbst in all ihrer Widersprüchlichkeit in sublimierter Form verarbeiten. Als humorvoll empfinden wir das, was die Ordnung der Dinge kurzfristig aus dem Lot bringt und sich wie ein Befreiungsschlag erfahren lässt. Die Fluxus-Bewegung Anfang der Siebzigerjahre entdeckte den Humor als Lebenselexier, um über die gebückte Haltung der Gesellschaft hinwegzuschauen und die Liebe zum Alltäglichen wiederzuentdecken. Ausgehend vom satirischen Werk des Urner Künstlers Heinrich Danioth – Auftragsarbeiten für die Wochenzeitschrift Nebelspalter – wird im ganzen Haus für Kunst Uri und im Danioth Pavillon dem Thema freier Lauf gelassen. Humor, Witz und Satire sind Phänomene, welchen sich zeitgenössische Ausstellungsmacher souverän zu entziehen wissen, vielleicht aus Angst vor Plattitüden und Stereotypen? Bemerkenswert, dass sich Künstlerinnen und Künstler, vor allem auch Schweizer Kunstschaffende, immer wieder mit Ironie, Witz und abgründiger Poesie auszudrücken verstanden haben. Die Gruppenausstellung möchte diesen Facetten, der vordergründigen Leichtigkeit des Seins, näher rücken: vom harmlosen Schmunzeln über poetisches Augenzwinkern bis zum bitterbösen Statement.

Kunstschaffende der Arbeiten: Anna & Bernhard Blume, Anton Bruhin, Heinrich Danioth, Max Grüter, Hurter-Urech, Thomas Kapielski, Brigitta Garcia López, Hipp Mathis & Renata Grünenfelder, Fredi M. Murer, Lisa Schiess, Jean Frédéric Schnyder, Heiri Strub, Willy Spiller

De Franzos, de Dütsch und de Dritt
Kunstvermittlung
Hörstation

Interview mit Brigitta Garcia López
Focus DRS 3

Zeitgenössische Kunst mit Beat Schlatter
Tele 1 Zentralschweizer Fernsehen
Beitrag: Kultur 7.10.2010

Thomas Kapielski: Kunst ist schlimmer als Heimweh
Erzählglobus

Max_Grueter_Catwalk
Ausstellungsansicht Haus für Kunst Uri - Am schönsten ist das Gleichgewicht, kurz bevor's zusammenbricht 2010; Max Grüter, Catwalk
Kapielski_Thomas_Selbstportrait
Ausstellungsansicht Haus für Kunst Uri - Am schönsten ist das Gleichgewicht, kurz bevor's zusammenbricht 2010; Thomas Kapielski, Selbstportrait
Brigitta_Garcia_Lopez_Don_Camillo
Ausstellungsansicht Haus für Kunst Uri - Am schönsten ist das Gleichgewicht, kurz bevor's zusammenbricht 2010; Brigitta Garcia Lopez, Don Camillo