Zeitreisen – Melk Imboden, Kees Hensen

Melchior Imboden (*1956) lebt und arbeitet in Buochs. Er absolvierte die Grafikfachklasse an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Luzern. 1980 unternahm er eine ausgedehnte Reise rund ums Mittelmeer, dort entstanden erste Fotografien. Seither arbeitet er als freischaffender Grafiker, Fotograf und als Gastdozent an diversen Hochschulen.
Melk Imboden ist ein Reisender, unterwegs, auch wenn er daheim ist. Er lebt von der Neugier, die ihn umtreibt, einer konstanten Aufmerksamkeit für Menschen und deren Umgebung. Seine Reisebilder dokumentieren nicht. Vielmehr tendieren sie, dank ihrer gezielten Unschärfe, aus der Nähe betrachtet zur Abstraktion und gewinnen aus Distanz gesehen eine neue Bildqualität, sie werden mehrdeutig.
Diese poetische Sprache nehmen die Bildobjekte und Installationen von Kees Hensen (*1958) auf. Kees Hensen wohnt und arbeitet als „Bildender Dichter/Schriftsteller“ in Amsterdam. Auch er ist ein Reisender, der sich selbst als Nomade bezeichnet.
Fredi Murer’s legendärer Spielfilm Höhenfeuer von 1985, den Kees Hensen in Amsterdam gesehen hat, war Anlass für seinen Besuch und längeren Aufenthalt auf einer Urner Alp. Dort hat er während vier Heusaisons als Volontär mitgearbeitet. Seither kehrt der Künstler immer wieder in den Kanton Uri zurück, um seine Gastfamilie von damals oberhalb Unterschächen zu besuchen. Eine tiefe Freundschaft verbindet sie.
Vorgefundene Materialien fliessen in seine Bildobjekte – die so genannten windowed cabinets – und Installationen ein.

Heinrich Danioth wird in diese Ausstellung mit ausgewählten Arbeiten einbezogen.

 

art-tv: Das Kulturfernsehen im Netz

Filmbeitrag von Carlos Lügstenmann 

Kulturplatz
Filmbeitrag von Julia Bendlin

 

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