Annette Barcelo: Bestie, Bellezze e altre Compagne

Aio Frei: Es Ring Wolf Stein – Dedicated to Katharina Simmen von Steinbergen

15.3. – 10.5.2026

Vernissage: 14.3.2026, ab 17 Uhr

Die Frühlingsausstellung im Haus für Kunst Uri ist zwei Künstler:innen gewidmet, die sich in unterschiedlichen Medien mit Mythen, Geschichten und Figuren auseinandersetzen, die uns in dieser und in anderen Welten, in dieser und in anderen Zeiten, begleiten. Mit Bestie, Bellezze e altre Compagne zeigen wir eine grosse Einzelausstellung mit Annette Barcelo (*1943, lebt und arbeitet in Basel). Die Künstlerin hat in den letzten Jahrzehnten ein einzigartiges Werk geschaffen, das von hybriden und fantastischen Tieren und Gestalten bewohnt wird. In ihren Arbeiten erzählt uns Annette Barcelo von der Präsenz von mystischem Wissen und Geschichten in unserer Welt und in der Natur oder von Übergängen und Passagen zwischen verschiedenen Welten. Für den Dachstock hat Aio Frei (*1982, lebt und arbeitet in Zürich) die neue Arbeit Es Ring Wolf Stein – Dedicated to Katharina Simmen von Steinbergen entwickelt(mit Lucy Railton, Suza Husse, Yara Dulac Gisler, Martian M. Mächler, Tristan Amor Rabit, Corsin Danioth & Alexandra Holenstein von Queerpoint Uri, Nikki Buzzi und einem Gedicht von CAConrad). Ausgangspunkt der kollaborative Vierkanal-Soundinstallation ist Aio Freis Recherche zu einem magischen Weltverständnis, das den Kanton Uri lange prägte. Die Arbeit verhandelt die Hexenverfolgungen in der Region und knüpft an vorchristliche rituelle Wissensformen sowie an queere, heilende und gemeinschaftliche Praktiken an.

The Sigh of the Mountain –
On Echoes and Traces in Our Landscapes

Noor Abed, Talar Aghbashian, Kateryna Aliinyk, Nathalie Bissig, Yann Stéphane Bisso, Binta Diaw, Andro Eradze, Sky Hopinka, Dominique Koch, Angelika Loderer, Zahra Malkani, Lou Masduraud, Leila Peacock, Noemi Pfister, Stas Shärifulla, Tiffany Sia, Rebecca Solari & Anouk Tschanz. Ergänzt mit Werken aus der Sammlung des Glarner Kunstvereins und aus dem Archiv der Dätwyler Stiftung / Accompanied by Works from the collection of the Glarner Kunstverein and the archive of the Dätwyler Stiftung.

Ein kollaboratives Ausstellungsprojekt über den Klausenpass hinweg im Haus für Kunst Uri und im Kunsthaus Glarus. Kuratiert von Annette Amberg und Gioia Dal Molin.

30.05. / 06.06. – 30.08.2026

Vernissagen / Openings

Haus für Kunst Uri
Samstag, 30. Mai, ab 11:00 Uhr geöffnet, Begrüssung und Einführung in die Ausstellung: 18:00 Uhr
Mit Apéro und Ryys und Boor (Risotto mit Lauch)

Kunsthaus Glarus
Samstag, 6. Juni, ab 11:00 Uhr geöffnet, Begrüssung und Einführung in die Ausstellung: 18:00 Uhr (mit Kindervernissage)
Mit Apéro und Essen im Anschluss

Haus für Kunst Uri
Saturday, May 30, open from 11am, welcome and exhibition introduction: 6pm
Followed by apéro and Ryys and Boor (Risotto with leech)

Kunsthaus Glarus
Saturday, June 6, open from 11am, welcome and exhibition introduction: 6pm (with children’s opening)
Followed by drinks and food

Marwa Arsanios – The Land Shall Not Be Owned

13.9. – 22.11.2026

Vernissage: 12.9.2026, ab 17 Uhr

Die Künstlerin und Filmemacherin Marwa Arsanios (*1979, lebt und arbeitet zwischen Beirut und Berlin) interessiert sich für die politischen und strukturellen Mechanismen, die unser Zusammenleben und unsere Beziehung zur Welt prägen. Kern der Ausstellung bildet das filmische Langzeitprojekt Who is Afraid Of Ideology? an dem die Künstlerin seit 2017 arbeitet. Sie beschäftigt sich darin mit Fragen nach Zugang zu Land, mit der Politik der Landverteilung, mit Ausbeutung und mit lokalen Kämpfen um Land in verschiedenen Regionen der Welt (Kurdistan, Irak, Nordostsyrien, Kolumbien und Libanon). Dabei zeigt Marwa Arsanios verschiedene Formen der Selbstorganisation – beispielsweise im Dorf Jinwar in der kurdischen Region Rojava, das nur von Frauen und Kindern bewohnt wird – und fächert auf, wie diese den patriarchalen Strukturen alternative Formen der Landbewirtschaftung und des Zusammenlebens entgegenhalten.

The Land Shall Not Be Owned ist die erste institutionelle Einzelausstellung der Künstlerin in der Schweiz. Sie ist eine Kooperation mit der Fondazione Sandretto Re Rebaudengo in Turin (IT) und dem Artium Museoa in Vitoria-Gasteiz (Baskenland). Sie ist ko-kuratiert von Agustín Pérez Rubio und Gioia Dal Molin.

KUNST- UND KULTURSTIFTUNG URI
Urner Werk- und Förderungsausstellung

13.12.2026 – 10.1.2027

Übergabefeier: Samstag, 12.12.2026, ab 17 Uhr

Die Kunst- und Kulturstiftung Uri vergibt seit 1982 Auslandateliers, das Urner Werkjahr sowie Förderungsbeiträge. Urner Kulturschaffende werden durch die Stiftung für ihre Kunst-, Literatur-, Film- und Musikwerke ausgezeichnet. An der Übergabefeier der Werk- und Förderungsausstellung kommen die Besucherinnen und Besucher in direkten Kontakt mit den Preisträgerinnen und Preisträgern. Mit einer öffentlichen Ausstellung und der Präsentation der Werk- und Förderungsarbeiten im Haus für Kunst Uri sowie der Sonderausstellung «Ein Dasein im Modell» von Chalet5 zeigt die Stiftung einen Ausschnitt aus dem aktuellen kreativen Schaffen in Uri.