Kunst fürs Büro? – Einblicke in die Kunstsammlung des Kantons Uri



art-tv: Das Kulturfernsehen im Netz
Filmbeitrag
 
  
In Zusammenarbeit mit Dr. Rolf Aebersold, Staatsarchivar und Betreuer der kantonalen Kunstsammlung Uri 

Schon seit Jahrhunderten bewahrt der Kanton Uri Objekte, die dem Alltagsgebrauch aus irgendwelchen Gründen entzogen wurden, auf. Dazu gehören alte Schlachten-Banner und Kanonen, wie auch Siegel-Stempel und Gerätschaften aus dem Verwaltungsgebrauch. Diese Objekte, früher «Staatsaltertümer» genannt, bilden den Ausgangspunkt der heutigen Sammlung. Als Folge früherer hoheitlicher Rechte sind auch – allerdings in beschränkter Anzahl, aber von exklusiver Art – Münzen und Medaillen in die Obhut des Staatsarchivs gelangt. In jüngerer Zeit kamen archäologische Bodenfunde dazu.

Insbesondere nach dem 2. Weltkrieg begann der Regierungsrat ab und zu und dann immer häufiger Kunstwerke von Urner Kunstschaffenden zu erwerben: Werkankäufe verstorbener Künstlerinnen und Künstler aus Privatbesitz, Ankäufe aus dem aktuellen Schaffen an Ausstellungen, in den Ateliers oder an Auktionen. Daraus entstand eine umfangreiche Sammlung von circa 1‘500 Werken bildender Kunst.

Die Sammlung hätte nie den heutigen Umfang erreichen können, wenn nicht grosszügige Schenkungen den Bestand ergänzt hätten. Oft ist die kantonale Kunstsammlung Nutzniesserin, wenn Haushalte aufgelöst werden. Auch der Eingang mehrerer umfangreicher Künstler-Nachlässe hat das Wachstum der Kunstsammlung gefördert.
Auch wenn die Sammlung als Ganzes sehr heterogen zusammengesetzt ist, haben doch alle Arbeiten – mit ganz wenigen Ausnahmen wie Geschenke – einen funktionalen oder inneren Bezug zum Kanton und damit zur Urner Kulturgeschichte.
Des Weiteren ist es ein Anliegen des Staatsarchivars, dass die Exponate möglichst in Verwaltungsräumen, Sitzungszimmern und Büros platziert werden können und eine gewisse Öffentlichkeit erreichen.

Mit dieser Ausstellung, die eine Auswahl von circa 150 Kunstwerken zeigt, wird das Engagement des Kantons Uri für die bildende Kunst gewürdigt.

Der Danioth Pavillon ist in die Ausstellung integriert und überraschende Arbeiten von Heinrich Danioth aus Kantonsbesitz sind in diversen Räumen zu sehen.

Danioth Pavillon: Entwürfe für Urner Trachten-Blusen

Künstlerinnen und Künstler
Konrad Abegg
Lea Achermann
Bruno Altner
Anonymi
Heidi Arnold
Margrit Aschwanden
August Babberger
Franz Bär
Pierino Baldelli
Jürg Benninger
Laimon Berlinger
Uriel Berlinger
Gabriela Bonetti Bär
Edmund Caviezel
Heinrich Danioth
Ferdinand Della Pietra
Hans Dettling
Felix Maria Diogg
Thomas Dittli
Lisa Enderli
Franz Fedier
Charles Gerig
René Gisler
Eduard Gubler
Andreas Hör
Urs Huber
Werner-Caspar Huber
Mary Anne Imhof
Karl Iten
Caspar Käsli-Schulthess
Josua Klän
Adolf Kreuzer
Marianne Kuster-Tresch
Charles L’Éplattenier
Louis Lussmann
Ludwig Lussmann
Beatrice Maritz
Marlène Marty-Epp
Gertrud von Mentlen
Marietta Merz-Haas
Andrea Muheim
Mundy Nussbaumer
Mirjana Prvulovic
Eugen Püntener
Anita Regli
Peter Regli
Gedeon Renner
Hans Sandreuter
Reto Scheiber
Luca Schenardi
Felix Schenker
Erna Schillig
Adriana Stadler
Thomas Stadler
Erwin Steinemann
Ernst Stückelberg
Anton Walker
Johannes Weber
Andreas Wegmann
Hans Beat Wieland
Werner Paul Witschi
Anna-Trix Zgraggen
Maria Zgraggen
Maria Magdalena Z’Graggen

Projekt der Kunstvermittlung zum Thema Sammeln 
Hörstation
Die Dinge sind da, um gefunden zu werden. 
Frei nach Pippi Langstrumpf  


0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar