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«Riots 77», 2012, 30 x 40 cm, Acryl auf Nessel; Courtesy: Galerie Römerapotheke, Zürich
«Riots 78», 2012, 30 x 40 cm, Acryl auf Nessel; Courtesy: Galerie Römerapotheke, Zürich
«Riots 55», 2011, 30 x 40 cm, Acryl auf Nessel; Courtesy: Galerie Römerapotheke, Zürich
«Lines for the Masses», 2012, 100 x 80 cm, Acryl auf Nessel; Courtesy: Galerie Römerapotheke, Zürich

Florian Heinke

 

«Laura J. Gerlach: Ihre Galeristin hat Sie auf die Kunstmesse Volta geschickt. Dort halten Sie den Amis ziemlich politisch-provokante Statements vor die Nase – und einen Pflasterstein, der eine Million Dollar kosten soll. Was soll das?

Florian Heinke: Meine Bildinhalte bewegen sich nach wie vor um dasselbe Zentrum wie in den letzten Jahren: Beziehungsgeflechte – familiär, freundschaftlich, als Affäre oder als feste Partnerschaft oder eben als Strassenschlacht. Immer geht es dabei um die Unfähigeit zur Kommunikation, das Desinteresse an der Kommunikation steht im Mittelpunkt. Bilder, Skulpturen, Theaterstücke, Filme, Literatur – alle Kulturformen dienen der Kommunikation und Auseinandersetzung. Kunst tut nie wirklich weh. Sie ist schliesslich Dekoration. Der Pflasterstein ergänzt und symbolisiert die Realität hinter dem Sujet der Bilder.

Laura J. Gerlach: Wir müssen nochmals auf den Preis zurückkommen. Ist eine Million Euro nicht ein bisschen viel?

Florian Heinke: Die Bereitschaft einen Stein auf einen anderen Meschen zu werfen, mit der Absicht ihn zu verletzen, setzt eine enorme soziale Unausgeglichenheit voraus. Er ist real ein geworfener Stein in diesem Kontext, eine Waffe und keine Kunst. Eine Waffe kostet Geld: Der Betrag von einer Million zeigt die Kluft zwischen Ohnmacht und Macht.»

Aus einem Interview in: Journal Frankfurt, Nr. 8, 2011

 

Florian Heinke, geboren 1981, lebt und arbeitet in Frankfurt am Main, Deutschland. Einzel- und Gruppenausstellungen (Auswahl):

2012, Kampfkunst oder die Schule des Sehens, Galerie Roemerapotheke, Zürich; Kein Gott und seine Kinder, Nassauischer Kunstverein, Wiesbaden; Six flags – trouble in paradise, Beta Pictoris Gallery, Birmingham; Alptraum, Goethe Institut Johannesburg, Johannesburg; Troops would love to die, Kunstverein Heppenheim, Heppenheim. 2011, A beer to spill them into dust, Waikato Museum, Hamilton NZ; Schwarzer September, CWO Atelierfrankfurt II, Frankfurt am Main; 100 million angels singing, Frankfurt am Main; When poets die, Galerie Anita Beckers, Frankfurt am Main; 2010, Love kills, Commerzbankplaza, Frankfurt am Main

 

 

 

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