Home: Haus für Kunst Uri - Danioth Pavillon

Max Grüter, Pole Position, 2017; ©F.X. Brun

Eingangssituation mit Arbeiten von Romeo Vendrame und Martina von Meyenburg; ©F.X. Brun

Rachel Lumsden, Red Room, 2016; Martina von Meyenburg, Release, 2017; ©F.X. Brun

LONDON meets ALTDORF

16. September bis 26. November 2017

 

Gruppenausstellung mit:

Judith Albert, Nicole Bachmann, Pascal Danz, Luigina Dapit,

Max Grüter, Monica Ursina JägerMarc Latzel & Martin Alioth,

Rachel Lumsden, Martina von Meyenburg, Romeo Vendrame,

Hörstation mit einer Diskographie von Jean- Martin Büttner

 

 

«In Altdorf steckt viel London»

SRF Radiobeitrag von Stefan Eiholzer

 

 

London ist trotz Brexit immer noch eines der bedeutendsten Kultur- und Handelszentren der Welt mit zahlreichen Universitäten, Hochschulen, Theatern und Museen. Mit der City of London zählt die Stadt ausserdem neben New York und Frankfurt aM zu den grössten Finanzplätzen der Welt. Mit jährlich bis zu 18 Millionen Touristen ist London seit 2014 vor Paris die meistbesuchte Stadt und zieht Menschen aus aller Welt an.

London ist immer noch die angesagteste Metropole für zeitgenössische Kunst, Architektur, Musik, Film, Mode, Fussball und vieles mehr. Sie ist eine vitale, hektische Stadt, die sich ständig erneuert. Vom urbanen Treiben in London ist aber auch etwas ganz anderes zu lernen: Geduld und Höflichkeit im öffentlichen Raum. Das ist nur eine der Paradoxien dieser Stadt.

 

Die Gruppenausstellung thematisiert die Grossstadt in all ihren Facetten, vom Sehnsuchtsort bis zu den Problemen, die das Leben in London mit sich bringt.

 

Eingeladen sind Künstlerinnen und Künstler aus der Schweiz und aus England, die mit unterschiedlichen Medien auf die Metropole reagieren. Sowohl das multikulturelle Treiben, das bunte Nachtleben, die enorme Vielfalt, die energetisch aufladen, wie auch die Anonymität und Kriminalität, die totale Überwachung werden künstlerisch hinterfragt. Denn Grossbritannien ist längst zu einem Land der Überwachung geworden und die Briten zu einem der am besten beobachteten Völker der Welt. Zwischen vier und sechs Millionen Videokameras sind auf der Insel installiert, in U-Bahnen, Zügen, Krankenhäusern, auf Verkehrskreuzungen, vor Kindergärten, in Einkaufszentren ­– London, eine Stadt der tausend Augen.

Die Ausstellung spielt aber auch lustvoll mit britischen Eigenheiten und nimmt augenzwinkernd diese Rituale unter die Lupe.