Home: Haus für Kunst Uri - Danioth Pavillon

Installationsansicht «better safe than sorry», HfK Uri, 2014; © wiedemann/mettler

Installationsansicht «better safe than sorry», HfK Uri, 2014; © wiedemann/mettler

Installationsansicht «better safe than sorry», HfK Uri, 2014; © wiedemann/mettler

Installationsansicht «better safe than sorry», HfK Uri, 2014; © wiedemann/mettler

Installationsansicht «better safe than sorry», HfK Uri, 2014; © wiedemann/mettler

Installationsansicht «better safe than sorry», HfK Uri, 2014; © wiedemann/mettler

Installationsansicht «better safe than sorry», HfK Uri, 2014; © wiedemann/mettler

Installationsansicht «better safe than sorry», HfK Uri, 2014; © wiedemann/mettler

Installationsansicht «better safe than sorry», HfK Uri, 2014; © wiedemann/mettler

wiedemann/mettler

14. Juni bis 24. August 2014

better safe than sorry

 

 

Vernissage: Samstag, 14. Juni 2014, 17 Uhr

 

 

 

art-tv: Das Kulturfernsehen im Netz

Portrait HAUS FÜR KUNST URI

Filmbeitrag von Janine Rudolf

 

 

 

Ein Kunsthaus wird zur Arche

 

In der Nacht vom 24. auf den 25. August 1987 wütete ein schweres Unwetter über dem Gotthardmassiv. Das Hochwasser zerstörte in der Folge Häuser, Strassen, Bahnlinien und Kulturland. Glücklicherweise waren damals keine Menschenleben zu beklagen, jedoch ertranken allein im unteren Reusstal mehr als 900 Nutztiere. Schwere Stürme haben in den vergangenen 30 Jahren nicht nur die Schweiz immer wieder in dichter Folge heimgesucht – im gesamten Alpenraum sind es die enormen Wassermassen, die ein regelmässiges Auftreten von Naturkatastrophen immer wahrscheinlicher werden lassen.

 

Das Künstlerduo Pascale Wiedemann (*1966) und Daniel Mettler (*1965), wiedemann/mettler, besinnt sich auf die Geschichte der Arche Noah, in der eine Sintflut das Sittenverderbnis der Menschheit «vertilgen» sollte. Doch Noah hatte die Gnade Gottes erfahren und mit dem Bau einer Arche das Menschengeschlecht und die Tierwelt gerettet, so steht es geschrieben im Buch der Genesis. 

 

Unter dem Titel better safe than sorry nehmen wiedemann/mettler dieses Sinnbild auf und inszenieren das Thema Sicherheit in seiner ganzen Ambivalenz. So werden Inszenierung und das In-Szene-Setzen zu wesentlichen Momenten ihres räumlichen und skulpturalen Handelns. wiedemann/mettler bespielen unter anderem mit 160 ausgestopften Tieren aus einer Thurgauer Privatsammlung das ganze Haus für Kunst Uri und den Innenhof.

 

Bezüge zur Kunstgeschichte (vgl. Appropriation Art) sind bei wiedemann/mettler bewusst gesetzt und werden mit Assoziationen aus dem persönlichen Erleben aufgeladen. Die Gegenstände selbst erscheinen oftmals unheimlich, das Vertraute wird ‒ in Anlehnung an surreale Praktiken ‒ verfremdet, hintergangen, und neue Bedeutungsdimensionen werden den Objekten abgerungen und erschüttern unseren Glauben ins Bestehende.

 

wiedemann/mettlers Œuvre lässt sich weder einem speziellen Medium noch einem Thema zuordnen. Sie erarbeiten aus den unterschiedlichsten Materialien Skulpturen, Installationen, Objekte und Fotografien – und für ihre erste institutionelle Einzelausstellung im Haus für Kunst Uri ein ganzes Environment.

 

Barbara Zürcher, aus dem Katalog «better safe than sorry», Scheidegger & Spiess, August 2014

 

 

Die Publikation better safe than sorry erscheint Ende August 2014 im Verlag Scheidegger & Spiess.

 

 

Der Danioth Pavillon wird in diese Einzelausstellung integriert. Das grossformatige Gemälde Der Traum, 1944, Öl auf Pavatex, 80 x 160 cm von Heinrich Danioth kommt einem Auftakt gleich für die räumlichen Inszenierungen des Künstlerduos wiedemann/mettler. 

 

 

 

Arche Noa von wiedemann/mettler, 2007, auf YouTube

Modellbau/Kamera/Schnitt: Janine Rudolf
Ton: Peter Bräker, Darko Linder

 

 

 

Das Künstlerpaaar wiedemann/mettler