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Augustin Rebetez, «Things», 2012/14, Ink-Jet-Print, 40 x 60 cm

Gertrud von Mentlen, «Lebensbaum», 1979, Objekt: Plexiglas, Styropor, Gips, Farbe, Erde, Steine, verdorrte Blätter und Pflanzensamen, Höhe: 40 cm; Courtesy: Stiftung Werke Gertrud von Mentlen

Meret Oppenheim, «Votivbild (Würgeengel)», 1931, Zeichnung und Aquarell auf Papier, 34 x 17.5 cm; Privatbesitz

Wim Delvoye, «TIM», 2006, Rückentätowierung, Performance anlässlich der Vernissage am 13. September 2014

John Armleder, «Illico», 2011, vergoldetes Silber, 7 x 23 x 27 cm; Courtesy: Galerie Andrea Caratsch, St. Moritz

Aus der Tiefe rufe ich zu Dir:

13. September bis 23. November 2014

GOTTESERFAHRUNG & TEUFELSKÜCHE

 

 

Vernissage: Samstag, 13. September, 17 Uhr

 

 

Eine Gruppenausstellung von Esther Maria Jungo, Gastkuratorin*

(* Barbara Zürcher weilt von anfangs August 2014 bis Mitte Januar 2015 in London, Atelierstipendium von der Landis & Gyr Stiftung)

 

Die grossen Fragen zu Leben und Tod, die Fragen zur Existenz von Mensch, Tier und Natur beschäftigen die Menschheit seit jeher. Mittels Mythen, Ritualen, künstlerischen Gestaltungen und Musik sucht der Mensch das Unbegreifliche und das Dasein zu ergründen und zu erklären. Gleichzeitig sucht er durch die geistige Kraft der Kunst den Weltengang sowie das Schicksal zu beeinflussen aber auch hinzunehmen sowie Mystik und Transzendenz zu erfahren.

Die Kulturerzeugnisse aus der Vergangenheit bis heute widerspiegeln die Aufgaben und Glaubensbekenntnisse wie auch die Erkenntnisse, die Sehnsüchte, Hoffnungen, Ängste und Nöte des Menschen. Sie tragen bei zur Daseinsbewältigung. Kunst hilft, heilt und tröstet. Zugleich vermögen Kunstwerke als Mittel zu Machtausübung und Repression den Menschen zutiefst zu verunsichern und in die Zerstörung zu treiben.

Die Gruppenausstellung Aus der Tiefe rufe ich zu Dir

Gotteserfahrung & Teufelsküche sucht im traditionellen Innerschweizer Umfeld, im Kulturschaffen des Kantons Uri wie auch in der modernen und zeitgenössischen Welt nach eindringlichen Zeugnissen und Zeugen der menschlichen Auseinandersetzung mit dem Dasein. Dass die kulturellen Zeugnisse nicht nur dem Kult dienen und Strukturen übermitteln, sondern ebenso Grenzen ausloten und überschreiten, ist Teil der Auseinandersetzung, wie auch die Notwendigkeit des Menschen, im Rahmen des Kultischen und der Beschwörung dabei zu sein.

Thematisiert werden Struktur & Verständnis, Angst & Sehnsucht, Körperqual & Ekstase, Schutz/Bann, Adoration, Wunder & Verwandlung, Disputatio & Lamentatio, Gedeihen & Hoffnung, Liebe/Geborgenheit & Stille/Erlösung.

Es sollen dabei nicht nur Werke der modernen und zeitgenössischen Kunst präsentiert werden, sondern ebenso Werke aus vergangenen Jahrhunderten, wobei der sakralen Volkskunst der Region, somit auch der Volksmedizin besonderes Augenmerk zukommt.

 

Folgende Kunstschaffende aus der Moderne und Gegenwart sind vertreten.

 

Anonymus

Ian Anüll

John Armleder

Hugo Ball

Heidi Bucher

Eugen Bollin

Dirk Bonsma

Charlatan mit Christiane Hamacher, Isabel Moesch Clematide und 
Elke Pahud de Mortanges

Heinrich Danioth

Wim Delvoye

Mauricio Dias & Walter Riedweg

Federico Fellini

Jean-Damien Fleury

Florian Germann

Edouard Gubler

Michael Günzburger

Roland Herzog

HOIO

Peter Hujar

Christian Kathriner

Isabelle Krieg

Carlo E. Lischetti

Urs Lüthi

Gertrud von Mentlen

Josef Felix Müller

Matt Mullican

Meret Oppenheim

Eugen Püntener

David Renggli

Augustin Rebetez

Loredana Sperini

André Thomkins

 

Heinrich Danioth wird thematisch mit ausgewählten Arbeiten in diese Gruppenausstellung miteinbezogen und im Danioth Pavillon zu sehen sein.