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Ausstellungsprogramm 2019

HAUS FÜR KUNST URI

 

Frühlingsausstellung

 

Furka – Interventionen auf 2034 m ü. M. (Arbeitstitel)

16. März bis 26. Mai 2019

 

Das Gebiet der Furka ist rau. Diese Bergszenerie faszinierte Reisende bereits Ende

des 19. Jahrhunderts. So logierten sie gerne im 1895 erbauten Hotel Furkablick.

Zwischen 1983 und 1999 setzten über 60 Künstlerinnen und Künstler auf dem Furkapass Zeichen auf Felsen, Gipfel oder Steine, inszenierten Performances und liessen sich vom Ort auf grossartige Weise inspirieren. Das vom Neuenburger Galerist Marc Hostettler rund ums Hotel Furkablick initiierte Projekt Furk’art war einzigartig.

Das Institut Furkablick hat im Auftrag der Alfred Richterich-Stiftung an das Projekt angeknüpft und unterhält und konserviert seither sowohl die Arbeiten in der Landschaft als auch im Haus. Ein einzigartiger Kosmos, fernab der Zentren.

In Zusammenarbeit mit dem Institut Furkablick und den beiden Ko-Kuratoren Christof Hirtler und Thomas Bolli möchten wir das Phänomen Furk’art und die Faszination des Ortes ergründen und noch nie öffentlich gezeigtes Videomaterial von Performances und Arbeiten, die im ehemaligen Hotel verblieben sind und seit der Schliessung des Hotelbetriebs nicht mehr für die Öffentlichkeit zugänglich sind, ausstellen. 

Die Ausstellung soll aber auch das Bedürfnis wecken, den Ort auf 2434 m ü.M. und die im Aussenraum verbliebenen Kunstwerke im Sommer 2019 selber zu entdecken.

Im Hof des HfK Uri wird der Künstler René Zäch *1946 eine Installation realisieren, die eine Verbindung zur Furka aufnehmen wird.

Heinrich Danioth wird mit einer exemplarischen Arbeit in diese Gruppenausstellung miteinbezogen.

 

 

Sommerausstellung

 

Karoline Schreiber

Ceci n’est pas moi (Arbeitstitel)

 15. Juni bis 18. August 2019

 

In den vergangenen Jahren hat Karoline Schreiber *1969 nicht nur ein umfangreiches malerisches Werk geschaffen, es ist auch ein zeichnerischer Werkkorpus in fortlaufenden Serien und abgeschlossenen Werkgruppen entstanden und diverse Performances. Seit 2008 macht die Künstlerin mindestens eine Zeichnung pro Tag, ausgeführt im selben Format und mit dem immer gleichen Werkzeug. Die Künstlerin weiss im Vorfeld nie, was sie zeichnen will: Die Bilder passieren ihr und entfalten ein erzählerisches Eigenleben.

Nüchterne Elemente aus dem Alltag verschränken sich mit dem Skurrilen, Imaginären und Unfassbaren. Aus dem Unbewussten entsteht so ein Kommentar auf die Beziehung von Menschen und Welt, der weit über das persönlich Erlebte und Empfinden hinaus geht.

Die Künstlerin nimmt das etwas ungeliebte Alter von 50 Jahren als Anlass für punktuelle Rückblicke auf ihr Schaffen und kombiniert diese mit neuen Arbeiten. 

Heinrich Danioth wird mit von der Künstlerin ausgewählten Arbeiten in dieser Einzelausstellung präsent sein.

Es soll zur Ausstellung eine Monografie erscheinen.

 

 

Herbstausstellung

 

Natur – zwischen Sehnsucht und Wirklichkeit

14. September bis 24. November 2019

 

Die Gruppenausstellung unter der kuratorischen Leitung von Barbara Zürcher und Bruno Z’Graggen, ist dem Thema Natur gewidmet. Das Projekt will einem breiten Publikum zeigen, wie facettenreich zeitgenössisches Kunstschaffen Natur thematisiert im Zeitalter des Klimawandels, in dem das Verhältnis der Menschheit zur Natur grundlegend hinterfragt wird. Die Ausstellung schlägt unter Miteinbezug brasilianischer Positionen einen weiten Bogen von den Alpen bis zum Regenwald des Amazonas, dem bedeutsamsten Ökosystem unseres Planeten. Es werden circa 30 Kunstschaffende aus allen medialen Bereichen eingeladen.

Das interdisziplinäreProjekt verbindetKunst und Wissenschaft.Die Begleitpublikation und ein Teil des Rahmenprogrammes (Blockseminar, Tagung) erfolgen in Kooperation mit dem Literatur- und Kulturwissenschaftler Prof. Boris Previšić von der Universität Luzern. Geistes- und sozialwissenschaftliche Beiträge beleuchten das Verhältnis von Menschen, Kultur und Natur an verschiedenen Orten und im Wandel der Zeit. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Begriffsklärung. 

Das universelle Thema Natur ist in zweierlei Hinsicht von spezieller Bedeutung für den Kanton Uri und sein Kunsthaus. Zum einen weist es wegen der erhabenen Präsenz der Landschaft und deren Bedeutung für die Lebenswelt der Menschen eine grosse Relevanz auf. Der Gotthard mit seinen kühnen Transportwegen zur Alpendurchquerung wurde zum Inbegriff eines Naturmythos, den die Tourismusbranche nutzt. Zugleich bedeutet Natur – wie überall – bei aller Faszination eine grosse Herausforderung. Besonders verheerend scheint sich der globale Klimawandel in den Alpen auszuwirken. Trotz des technischen Fortschritts werden unberechenbare Naturgewalten zunehmend zur Gefahr. Augenscheinlichste Beispiele sind Gletscherrückgang, Felsabbrüche oder heftige Unwetter mit Hochwasser, Erdrutschen oder Lawinen. 

Das Oeuvre von Danioth steht stellvertretend für eine lange Tradition von Naturdarstellungen in der bildenden Kunst. Landschaft und Natur wurde seit der Renaissance zum eigenständigen Motiv und wird in diese Gruppenausstellung einbezogen.

Eine Katalogpublikation begleitet die Ausstellung. Die Publikation möchte Resultate aus der Forschung sichtbar zu machen und einer breiteren Öffentlichkeit in verständlicher Sprache vermitteln und wird mit den Arbeiten der Kunstschaffenden bebildert.

 

 

 

Winterausstellung 

 

Jahresausstellung der Kunst- und Kulturstiftung Uri

7. Dezember bis 5. Januar 2020