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"Seilschaft", 2005, 22 x 37 cm, Eitempera auf Backfolie
"Wanderung", 2007, 60 x 90 cm, 140 x 90 cm, Harzölfarbe auf Baumwolle (Diptychon)
"Die grosse Bergwanderung", 2007, 140 x 90 cm, 55 x 90 cm, Harzölfarbe auf Baumwolle (Diptychon)

Nora Dreissigacker

 

In meiner Arbeit der letzten 15 Jahre findet ein eigentliches „Wegzoomen“ statt. Früher untersuchte ich durch das Malen des eigenen Körpers dessen inneres Fliessen und Strömen. Schon mit den Gesichtern (2002-05) entstand eine grössere Distanz, der Blick als ein bereits abstrakterer Sinn wurde der Leitsinn. Erst danach tauchen die ersten Figuren auf, die in einer Beziehung zu ihrer Umwelt stehen.

 

Seit 2005 beschäftige ich mich im weiteren Sinne mit der Besetzung von Landschaft, dem Verhältnis zur Landschaft, insbesondere Gebirgslandschaft.

Ausgangspunkt waren mehrere kalte Landschaften und deren „Besetzungen“ (die bürgerliche Aneignung von Berglandschaft in „Die grosse Bergwanderung“, die Aneignung von Seiten der Fantasy-Literatur in „Das magische Zeitalter“ usw.). Dass es mir nicht um einfache Landschaftsmalerei, sondern um das Verhältnis des Menschen zu seiner Umwelt geht, drückt sich u.a. durch die Zweiteiligkeit der Bilder aus. In dieser Zweiteiligkeit liegt der Bruch: Wir sind nicht mit unserer Umwelt innig verbunden, sondern wir erschaffen uns täglich ein Bild derselben und damit eine Beziehung zu ihr.

 

Katalysator für die weitere Arbeit war der Begriff Kolonisationen.

Der Mensch als eine von vielen Spezies auf der Suche nach geeignetem Raum erschliesst sich kalte, unwirtliche Landschaften.

Die letzten Bilder zeigen tapfere Abenteurer, die in diese unbekannten und auch feindlichen Zonen vordringen.

 

Begleitend zu den grösseren Arbeiten entstanden kleinere Formate zum Thema menschliches Streben: die Wärmespuren. In den Seilschaften (2005) folgen Menschen in einer topografielosen Umgebung ihrem Ehrgeiz.

 

Nora Dreissigacker

 


Nora Dreissigacker

 

Nora Dreissigacker wurde am 18.7.1961 in Bern geboren. Aufgewachsen im Aargau, schloss sie 1980 mit einer neusprachlichen Matura die Schule ab. Von 1982 bis 1985 studierte sie Geschichte und Soziologie an der Universität Zürich, bevor sie sich 1986 an der Höheren Schule für Gestaltung Zürich einschrieb.

Seit dem Diplom als Zeichenlehrerin 1991 lebt und arbeitet Nora Dreissigacker in Genua, Italien. Sie hat einen zehnjährigen Sohn.

 

Ausstellungen

2008 Galerie Stephan Witschi, Zürich

2005 Galerie Rigiblick, Zürich

2005 Galerie Ursula Wiedenkeller, Zürich

2003 Galerie Ursula Wiedenkeller, Zürich

1998 Galerie im Höchhuus, Küsnacht

1998 Galerie Ursula Wiedenkeller, Zürich

1993 Ateliers aperti, Genova

1993 Stipendienausstellung des Kantons Aargau, Baden

1992 Binz 39, Zürich
 

www.noradreissigacker.com

 

 

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NoraDreissigacker_Seilschaft_3.jpg

"Seilschaft", 2005, 22 x 37 cm, Eitempera auf Backfolie

NoraDreissigacker_Wanderung.jpg

"Wanderung", 2007, 60 x 90 cm, 140 x 90 cm, Harzölfarbe auf Baumwolle (Diptychon)

Nora_Dreissigacker_Die_grosse_Bergwanderung.jpg

"Die grosse Bergwanderung", 2007, 140 x 90 cm, 55 x 90 cm, Harzölfarbe auf Baumwolle (Diptychon)


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