Michael KalmbachDer grosse und der kleine Paul 2003, Aquarell auf Papier, Werkzyklus 49-teilig, gerahmt Die Welt der Märchen ist auch die der Zeichnungen von Michael Kalmbach. Wie wir alle wissen, sind die Märchen schön und traurig, verbinden das Gute mit dem Bösen, sind aber auch grausam. Häufig finden wir Momente der Initiation und der Prüfung. Es sind existentielle Fragen, die ein Kind, einen jungen Menschen auf seinem Weg begleiten. Michael Kalmbach stellt solche Fragen mit Ironie und Hingabe aus der Sicht des Künstlers, der seinem Gedächtniskörper auf die Spur kommen will, als wäre er selbst eine dieser Kreaturen. Der Künstler beschäftigt sich mit unser aller Bilder. Indem er in sich hineinhorcht, horcht er in unser kollektives Gedächtnis, in unsere kollektive Biografie.
MICHAEL KALMBACH, geboren 1962 in Landau, Pfalz, lebt und arbeitet in Frankfurt/Main und Berlin. 1983–1989 studiert er an der Städelschule, Frankfurt/Main, erhält 1987 das Stipendium des Landes Rheinland-Pfalz im Künstlerhaus Edenkoben und 1989/90 ein Auslandsstipendium der Deutschen Studienstiftung in New York, 1995 den Kunstpreis des Frankfurter Vereins für Künstlerhilfe und den Sonderpreis Junge Kunst, Saar Ferngas Förderpreis. 1997 folgen ein Arbeitsstipendium des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst, 1999 ein Reisestipendium der Hessischen Kulturstiftung, 2000 der Karl-Ströher-Preis und anschliessend ein Arbeitsstipendium des Kunstfonds e.V. Bonn. Rege Einzel-und Gruppenausstellungen und Publikationen im In-und Ausland. Michael Kalmbach wird durch Thomas Rehbein Galerie in Köln vertreten.
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