Max GrüterMitte der 90er Jahre wendet sich Max Grüter von Leinwand, Farbe und Modelliermasse ab, um sich einer für ihn charakteristisch gewordenen Computerkunst zuzuwenden. In seiner Arbeit mit digitalen Gestaltungsmitteln fokussiert der Künstler alle traditionellen Medien: Malerei, Zeichnung, Plastik, Installation und animierte Kurzvideos. Seine Werke sind nicht etwa Manipulationen mit dem Photoshop, sondern reine Konstruktionen: ein minutiöses polygonales Modellieren von Kanten und Flächen.
Max Grüter kokettiert mit herkömmlichen Vorstellungen von «natürlich» und «künstlich» – seine Bildwelten hintertreiben subversiv die Vorstellung von Identität: Das Individuum wird zum Typus seiner selbst. Seine digitalen Schöpfungen leben nicht von der Verfremdung eines vertrauten Gegenstandes in neuem Kontext, sondern von der Metamorphose zu etwas Neuem. Es ist nicht die intellektuelle Verrätselung, die einen anzieht, sondern ein atmosphärisches Geheimnis, das seinen Objekten und Installationen zu Eigen ist. Vieldeutig und der Analyse manchmal schwer zugänglich, führen seine Arbeiten die Betrachtenden in eine offene, unsichere Sphäre zwischen Begriffen wie Oberflächlichkeit und Ernst, Offenheit und verborgenem Sinn, Technik und Poesie, Feingefühl und Direktheit.
Für den Innenhof des HfK Uri hat der Künstler die neun Meter hohe Aussenplastik Bubentraum realisiert. Download
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