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Iris Sara Schiller, Auszug aus: "Eaux d’en haut, eaux d’en bas", Bleistift auf Papier, 2005 - 2008

Iris Sara Schiller

Eaux d’en haut, eaux d’en bas

2008, Video

 

In ihren Arbeiten verwendet die israelische Künstlerin Iris Sara Schiller unterschiedliche Medien (Zeichnung, Video, Photographie, Skulptur etc.), die sie zu komplexen Installationen kombiniert. Durch die Verwebung von Gesten und Posen, Wortspielen und Traumbildern, Figuren, Möbeln sowie kulturellen Referenzen vermittelt sie sowohl direkt als auch symbolisch die Komplexität von familiären Beziehungen.

In ihren Darstellungen von Mann-Frau-, Mutter-Tochter-, Bruder-Schwester-, Mutter-Kind- oder Zwillingsbeziehungen versucht Iris Schiller dem symbiotischen Zustand der Liebe Form zu verleihen. Parallel dazu verweisen die Arbeiten, in denen Iris Sara Schiller ihre eigenen Erfahrungen, Gefühle und Erinnerungen mit denen ihrer nächsten Verwandten verbindet, auf deren Vermittlung, Vererbung und Verbindung innerhalb eines Familienklans.

Ihre Videoarbeit Eaux d’en haut, eaux d’en bas besteht aus Kohlezeichnungen und einem hebräischen Gedicht, das die Künstlerin in ihrer Muttersprache rezitiert. Das Gedicht oder die Geschichte beginnt wie ein Märchen mit dem üblichen „Es war einmal“ und handelt von kleinen Mädchen, von Hexen und vom Eingesperrt- bzw. Machtlos-Sein. Wie im Märchen durchleben die Kinder kritische oder gar grausige Momente, ohne aber letztendlich Schaden dabei zu nehmen.

Die Bilder, die Iris Sara Schiller in ihrer Arbeit aufleben lässt, wecken Erinnerungen, die dadurch wieder an die Oberfläche des Bewusstseins gelangen.

IRIS SARA SCHILLER wurde 1955 in Haifa, Israel, geboren. Sie studierte an der Kunstakademie Bezalel in Jerusalem. Seit 1984 lebt und arbeitet die Künstlerin in Paris. Ihre Arbeiten präsentierte sie unter anderem 2008 im Musée d’art et d’histoire du Judaïsme in Paris (Eaux d’en haut, eaux d’en bas); 2003 im Musée Picasso d’Antibes (Une fille est une fille est une fille d’une fille); 2001 in der Synagogue de Delme, Centre d’art contemporain (Rites de deuil).

2005 erhielt Iris Sara Schiller den Großen Preis der  50. Internationalen Kurzfilmtage in Oberhausen für ihre Videoarbeit La tresse de ma mère.

 

 

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Iris Sara Schiller, Auszug aus: "Eaux d’en haut, eaux d’en bas", Bleistift auf Papier, 2005 - 2008

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