Cäcilia Falk
Die Berge haben es Cäcilia Falk angetan. Sie nähert sich ihnen, um sie auf Distanz zu halten. Sie geht auf sie zu, um mit ihnen umzugehen. Sie bemächtigt sich ihrer, um ihrer Macht zu entkommen. „Transportable Mountains" nennt die Künstlerin ihre Bergaufbauten, detailplanartig, modellhaft aufgebaute Styroporspitzen der Zimba, Mittagsspitze, drei Türme, des Warther Horns und des Widdersteins, allesamt verpackt in Transportkisten, die eine eigentümliche, den oft verwendeten Malfarben der Künstlerin entsprechende Farbgebung aufweisen. Spieltruhen der Berge, Spielfeldcharakter der Kunst: auch eine Art, den Berg zu bewältigen. Das sonst so Unbewegliche gerät in Bewegung. Das sonst so Unverletzliche erhält ein schützendes Umfeld. Um Berge ranken sich Mythen, um Kisten kleine Geheimnisse. Und nur wer vertraut ist, traut sich über den Berg.
Roland Jörg (Textauszug)
Cäcilia Falk
geboren 1963 in Bludenz aufgewachsen in Warth am Arlberg, Bezau und Schwarzenberg 1982–1987 Akademie der bildenden Künste Wien, Meisterklasse Arnulf Rainer 7 Jahre Aufenthalt in Italien, 1 Jahr in Paris seit 2001 wohnhaft in Wien
2009 Schnee, Rohstoff der Kunst, Sommerausstellung, Vorarlberger Landesmuseum 2009 Ali und Achmed, Gruppenausstellung, Vorarlberger Landesmuseum 2008 Geometric Figures, Gruppenausstellung, Artmark Galerie, Wien 2007 Festival ars-et-aqua, von der sieben in die acht, Alte Schiebekammer, Wien 2004 Flora versus Fauna, Gruppenausstellung, Galerie Wolfrum, Wien 2004 Die sieben Freuden, Einzelausstellung, ArtHouse, Bregenz 2001 Transportable Mountains, Einzelausstellung, Galerie Lisi Hämmerle, Bregenz 1998 Einzelausstellung, Villa allerArt, Bludenz
1996 Auslandsstipendium für Paris 1989 Arbeitsstipendium für Rom 1990 Theodor-Körner-Preis 1987 Diplompreis Meisterklasse Arnulf Rainer
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