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"S'Sännetuntschi oder DIE VENUS VON ALTDORF", Installation (mixed media), 1973 -2010
"S'Sännetuntschi oder DIE VENUS VON ALTDORF", Installation (mixed media), 1973 -2010
Fotoperformance »SÄNNETUNTSCHI« 1973, aus Bettlaken genähte Hülle und geschnitztes Holz
Fotoperformance »SÄNNETUNTSCHI« 1973, aus Bettlaken genähte Hülle und geschnitztes Holz
Albert Merz


«Mein» Sännetuntschi

Das Tuntschi aus dem Jahr 1973 ist meine allererste ernst zu nehmende Arbeit als Künstler.
Dieses Tuntschi betrachte ich als die Initiation zu meinem eigenen künstlerischen Schaffen. Es gibt einen Nachhall auf die Uraufführung des Theaterstücks «Sennentuntschi» von Hansjörg Schneider im Jahr davor am Schauspielhaus Zürich.
Von diesem Initiationserlebnis war ich «getroffen», bis auf den unmittelbaren Reflex habe ich aber nicht persönlich reagiert, sondern griff das Thema erst Jahre später wieder – und diesmal richtig – auf, als es mir durch private Umstände selber an den Kragen ging.
Ich betrat mit dem Tuntschi den grossen Themenkreis von Urmutter und Urweib, sah darin die Inkarnation der Hexe, der Nutte, aber auch der Heiligen. Ich befasste mich mit der Idealvorstellung des Weiblichen und meiner eigenen Realität als Mann.
Bei meiner Beschäftigung mit diesem Thema stiess ich auch auf die Darstellung des Numinosen durch den Arzt Eduard Renner in seinem wegweisenden Buch «Goldener Ring über Uri» und fand weitere Literatur aus dem Umkreis des Tiefenpsychologen und abtrünnigen Freud-Jüngers C.G. Jung, der die Urmutter als einen Archetypus beschreibt.
Auch heute, fast vierzig Jahre später, schöpfe ich noch immer aus diesem Themenkreis. In der Form des Gefässes habe ich die Abstraktion der Urfrau gefunden – und ich zeichne und entwickle noch und noch Gefässe verschiedenster Art.
Über C.G. Jung und angeregt durch Hans Eigenheer, meinen damaligen Lehrer an der Kunstgewerbeschule in Luzern, fand ich einst Zugang zu den Alchimisten und zu ihrer fantastischen Symbolwelt, die mir eine unversiegbar erscheinende Quelle der Inspiration geblieben ist.


Albert Merz

 

Albert Merz

1942 geboren in Unterägeri/Schweiz
1972-1975 Schule für Gestaltung, Luzern
1980-1984 Studium an der Hochschule der Künste, Berlin
1986 Arbeitsstipendium der Stadt Berlin
Arbeitsaufenthalt im Istituto Svizzero, Rom
1997 Londoner Werkjahr der Zuger Kulturstiftung Landis&Gyr
Albert Merz lebt und arbeitet in Berlin.

Ausstellungen (Auswahl der letzten Jahre, mehr im Download)

2010 Galerie Mäder, Basel

2009 Galerie Rasmus, Tönder (DK); Galerie Artforum, Hannover; Galerie Kunst&Handel, Graz (A); Galerie Marianne Grob, Berlin

2008 Kunst&Handel, Graz; Galerie Carla Renggli, Zug (CH); Galerie Bernhard Schindler, Bern

2007 KKL Uffikon (CH); Hofmattgalerie, Sarnen (CH); Gallerie Rasmus, Kopenhagen (DK); Palais Liechtenstein, Feldkirch (A); Galerie Peithner-Lichtenfels, Wien

2006 Galerie Graf + Schelble, Basel; Galerie Elitzer,Saarbrücken; Galerie BMB, Amsterdam

2005 Niederrheinischer Kunstverein, Wesel; Galerie Rigassi, Bern; Arthouse, Dornbirn (A); Galerie Carla Renggli, Zug (CH); Galerie Rasmus, Odense (DK)

2004 Galerie Esther Hufschmid, Zürich; Kunstverein Konstanz; Galerie Vayhinger, Radolfzell; Galerie Gardy Wiechern, Hamburg

2003 Galerie Elitzer, Saarbrücken; Gersag (Städt. Galerie), Emmen (CH); Galerie ARTFORUM, Hannover; Esslinger Kunstverein , Villa Merkel, Esslingen

 

www.albert-merz-berlin.de

 

 

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Ausführlichere Biografie / Bibliografie

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Fotoperformance »SÄNNENTUNTSCHI« 1973, aus Bettlaken genähte Hülle und geschnitztes Holz

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"S'Sännetuntschi oder DIE VENUS VON ALTDORF", Installation (mixed media), 1973 -2010

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